Der neue Tarifvertrag für das Maler- und Lackiererhandwerk steht: Bereits im April 2025 steigen die Löhne, auch eine Ost-West-Angleichung ist vereinbart. Die Gremien beider Tarifparteien haben dem neuen Lohntarifvertrag nun endgültig zugestimmt.

Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Tarifparteien im Maler- und Lackiererhandwerk auf einen neuen Lohntarifvertrag geeinigt. Ein Spitzengespräch am 11. April 2025 brachte den Durchbruch, der am 15. April 2025 unterzeichnet wurde. Zuvor waren die Verhandlungen mehrfach gescheitert, zuletzt am 5. März 2025.
Hintergrund: Forderungen und Verhandlungsverlauf
Die Tarifverhandlungen hatten sich über Monate hingezogen. Ausgangspunkt war die Forderung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach einer Lohnerhöhung von acht Prozent, um den Ecklohn auf 20,37 Euro anzuheben. Die Arbeitgeberseite hatte ein deutlich niedrigeres Angebot unterbreitet, was zu einem harten Ringen führte. Trotz Schlichtungsversuchen blieb eine Einigung lange aus. Zuletzt hatten die Arbeitgeber eine einseitige Tarifempfehlung für die Betriebe zu Ecklohn und Ausbildungsvergütung erwogen.
Tarifvertrag enthält Lohnerhöhungen und Angleichung
Dann aber doch der Durchbruch: Der ausgehandelte Tarifvertrag sieht vor, dass der Ecklohn im Westen um 2,9 Prozent zum 1. April 2025 und um weitere 3,0 Prozent zum 1. Juni 2026 erhöht wird. Ein weiterer Punkt der Einigung ist die Angleichung der Löhne in den östlichen Bundesländern und Berlin, die bis zum 1. Januar 2027 schrittweise auf das Westniveau angehoben werden.
Neuer Mindestlohn und höhere Ausbildungsvergütungen
Auch der Mindestlohn für gelernte Arbeitnehmer wird angepasst: Er steigt auf 15,55 Euro ab dem 1. Juli 2025 – und weiter auf 16,13 Euro ab dem 1. Juli 2026. Die Ausbildungsvergütungen werden sich in den nächsten beiden Jahren jeweils um 50 Euro pro Lehrjahr erhöhen.
Tarifeinigung im Maler- und Lackiererhandwerk: Gremien geben grünes Licht
Markus Heineke, Verhandlungsführer des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, betont, dass dieses Ergebnis in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sei. Die Einigung soll helfen, die Branche zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Die Zustimmung der Landesverbände des Maler- und Lackiererhandwerks sowie der IG BAU stand zuletzt noch aus – nun liegt sie vor. Beide Seiten haben der Tarifeinigung zugestimmt. fre