Jetzt Antrag stellen Fachverband: Heizungsförderung jetzt nutzen

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt 2024 bestehen, doch die Zukunft ab 2025 ist unklar. Angesichts möglicher Änderungen wird empfohlen, Förderanträge noch in diesem Jahr einzureichen.

Wer seine Heizung in den kommenden Jahren modernisieren will, sollte möglichst vor Jahresende einen Förderantrag einreichen.
Wer seine Heizung in den kommenden Jahren modernisieren will, sollte möglichst vor Jahresende einen Förderantrag einreichen. - © studio v-zwoelf - stock.adobe.com

Die Förderung für einen Heizungstausch läuft in diesem Jahr in jedem Fall weiter. "Wer seine Heizung in den kommenden Jahren modernisieren will, sollte möglichst vor Jahresende einen Förderantrag einreichen“, rät Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg mit Blick auf die geltende Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Damit habe man drei Jahre Zeit für die Umsetzung - also beispielsweise für den Einbau einer Wärmepumpe.

BEG steht auf jeden Fall für 2024

Das Bundeswirtschaftsministerium teilte auf Anfrage mit: "Wir werden 2024 weiterhin die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bewilligen können." Für 2025 würden voraussichtlich ab dem 1. Januar 2025 die Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung greifen. "Auf dieser Basis können im Rahmen der noch vom Bundesministerium der Finanzen festzulegenden Rahmenbedingungen auch die Förderprogramme weiterlaufen", teilte eine Sprecherin mit.

Fachverband verärgert über Wahlkampfparolen

Neben der Haushaltssituation könnte sich die derzeitige Fördersituation nach Einschätzung des Fachverbands SHK Baden-Württemberg auch mit einer neuen Bundesregierung schnell ändern. CDU und FDP hätten bereits angekündigt, sowohl die BEG als auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wieder ändern oder gar abschaffen zu wollen. Über solche Wahlkampfdiskussionen zeigt sich Becker verärgert. "Das führt nur zu weiterer Verunsicherung der Kunden und nicht zu mehr Klimaschutz", sagt er. "Wir brauchen in unserem Land eine gewisse Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen und kein ständiges Hin und Her." Zudem halte er eine vollständige Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für unrealistisch.

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium den Heizungstausch und die Gebäudesanierung. So wird der Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizen derzeit mit bis zu 70 Prozent gefördert. Entsprechende Anträge können über die staatseigene KfW-Förderbank gestellt werden. Daneben wird auch Maßnahmen zur Dämmung der Gebäudehülle oder der Einbau neuer Fenster über das Bafa gefördert.