Steuertipp Der Nachteil von steuerfreien Gehaltsextras

Steuerfreie oder steuerbegünstigte Gehaltsextras sind bei Arbeitnehmern sehr beliebt. Sie haben aber auch einen Nachteil. Ein Beispiel.

Steuertipp
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Eine Mitarbeiterin verzichtet auf eine Gehaltserhöhung und lässt sich von ihrem Arbeitgeber zunächst eine steuerfreie Inflationsprämie ausbezahlen. Im nächsten Jahr wird dann statt der Gehaltserhöhung ein steuerfreier Zuschuss zum Kindergartenplatz gewährt und nach der Kindergartenzeit soll dann anstatt des Kindergartenzuschusses ein betriebliches Smartphone vom Arbeitgeber zur 100-prozentigen privaten Nutzung zur Verfügung gestellt werden.

In der Praxis nutzen Beschäftigte parallel noch weitere steuerfreie Gehaltsextras, etwa einen steuerfreien Gutschein von monatlich 50 Euro oder steuerfreie Beiträge in die betriebliche Altersvorsorge.

Steuerfreie Extras statt Lohnerhöhung mindern Rente

Diese Extras sind nicht nur steuerfrei, sondern in der Regel auch sozialversicherungsfrei. Und Letzteres ist der Haken an solchen beliebten Gehaltsextras. Denn wer sein Gehalt über Jahrzehnte steuerlich clever gestaltet, zahlt über Jahrzehnte hinweg geringere Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung. Das bedeutet: Die Rente im Alter wird geringer ausfallen als bei denjenigen, die auf Gehaltsextras verzichtet haben oder nur für einen begrenzten Zeitraum bezogen haben.

Steuertipp: Steuerlich begünstigte Gehaltsextras sind natürlich immer eine gute Sache. Zumindest über einen kurzen Zeitraum. Doch über Jahrzehnte hinweg sollte lieber darauf geachtet werden, dass das Bruttogehalt stetig wächst, um genügend Beiträge für eine angemessene Altersrente einbezahlen zu können. dhz