Logistik Betriebe und Kunden im Umweltmarkt besser vernetzen

Das Forschungsprojekt "GreenCraft" schafft eine Plattform für Akteure im Umweltsektor. Mit Unterstützung von KI soll auch Handwerksbetrieben bei der Vernetzung geholfen werden.

Dach, Photovoltaik, Techniker
Handwerker installieren eine Photovoltaikanlage auf einem Hausdach. - © anatoliy_gleb - stock.adobe.com

Eine IT-Plattform zu schaffen, auf deren Basis sich alle Akteure verknüpfen können, die Produkte und Dienstleistungen im Umweltsektor verkaufen, ist das Ziel des Forschungsprojekts "GreenCraft". Das am 15. Mai gestartete Projekt setzt dabei auf den Einsatz von KI-Assistenten (Künstliche Intelligenz), um alle beteiligten Akteure wie die privaten und institutionellen Kundengruppen, Handwerksbetriebe und umweltwirtschaftliche Marktakteure zu vernetzen.

KI stellt Aufbau und Ablaufstrukturen

Darüber hinaus stellt die KI die notwendigen Aufbau- und Ablaufstrukturen zur Projektanbahnung, -vorbereitung und -durchführung und unterstützt die Kommunikation sowie den Datenaustausch. Nach Fertigstellung der Arbeiten am Gewerk begleitet die Plattform auch die Datensicherung, die Qualitätskontrolle und die Überwachung der Nachhaltigkeitsziele. Die Plattform hilft den Akteuren auch bei dem zum Teil aufwendigen Umgang mit den notwendigen Antrags- und Abrechnungsformularen. Typische Projekte sind Fassadendämmung, Installation von PV-Anlagen oder der Einbau von Wärmepumpen.

Qualitätsstandards sind gesetzt

Alle Akteure auf der Plattform sollen nach fairen und transparenten Standards handeln. Ziel sei es nicht, eine neue Vermittlungsplattform zu schaffen, sondern eine digitale Infrastruktur für Umweltprojekte zu schaffen, in der sich attraktive Angebote und neue Dienstleistungen der Umweltwirtschaft etablieren. Zur Sicherstellung der Qualität werde ein Qualitätsstandard für teilnehmende Unternehmen in die Plattform integriert, nach dem die registrierten Handwerksbetriebe und weitere Akteure überprüft würden. Die Plattform sei eine Einladung an die Umweltwirtschaft, digitale Dienstleistungen einfach und fachgerecht zu nutzen.

Das Projekt wird im Rahmen des Innovationswettbewerbs "GreenEconomy.IN.NRW" federführend durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) und dem Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV) gefördert und kofinanziert von der Europäischen Union. Die Partner des Forschungsvorhabens sind die Kreishandwerkerschaften Essen und Mülheim/Oberhausen, die Unternehmen Kauz GmbH (Entwicklung der KI-Assistenten) und Lokaleshandwerk.de GmbH (Programmierung der Plattform), die wissenschaftlichen Partner Fraunhofer IML (Dortmund) und Fraunhofer Umsicht (Oberhausen) sowie das Zentrum für Umwelt, Energie und Klima der HWK Düsseldorf. dhz