Mobilität und Motivation Cleverer Azubi-Köder: Mopeds auf Zeit

Viele Azubis sind aufgrund schlechter Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel auf motorisierte Zweiräder angewiesen, doch oft fehlt das nötige Geld. Wie ein unkomplizierter Weg zum eigenen fahrbaren Untersatz möglich ist und gleichzeitig auch der Arbeitgeber profitieren kann, zeigt Jakob Wild mit seinem Simson-Leasing.

Jakob Wild in seiner Werkstatt in Kleinolbersdorf-Altenhain
Jakob Wild in seiner Werkstatt in Kleinolbersdorf-Altenhain. Hier können ­Betriebe für ihre Azubis Mopeds leasen. - © Robert Werner

Als Jakob Wild vor Jahren mit einem Freund auf einer Motorradreise in Vietnam unterwegs war, fiel ihm etwas auf: "Es begeisterte mich, mit wie vielen Mechanikern wir in dieser Zeit in Kontakt kamen. Wir hatten während der einmonatigen Reise immer mal wieder mit Pannen zu kämpfen, immer wurde uns ganz schnell geholfen. Die Menschen dort hatten ein gutes Netzwerk, waren gut koordiniert", erklärt der 28-Jährige. Aus Begeisterung wurde schließlich Vision und somit eine geniale Idee: Simson-Leasing. Die Vergabe von motorisierten Zweirädern für einen bestimmten Zeitraum, um mobil zu sein und von Problemen, wie schlechte Anbindungen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, verschont zu bleiben. Jedoch mit dem interessanten Aspekt, dass Reparaturen und Hilfe immer schnell und problemlos gewährleistet werden.

Fahrfreude auf Zeit

Einfach, sicher, zuverlässig. Drei Schlagworte, die heute Jakob Wilds Simson-Leasing unterstreichen. Seit drei Jahren nun können Mopeds geleast oder für ein Wochenende gemietet werden und Menschen mit Fahrfreude begeistern. Gerade für die jüngere Generation ist das ein attraktives Angebot. Denn wenn ab dem 18. Lebensjahr eher das Auto interessant wird, wohin dann mit dem bis dato treuen Moped? Eine vertraglich festgelegte Rückgabe eines Leasing-Fahrzeugs könnte diese Frage im Handumdrehen beantworten. "Auch hat die Jugend oft Probleme, die finanziellen Mittel für den Kauf eines Mopeds oder dessen Reparaturen überhaupt zu stemmen", erklärt Wild. Und da kommen die Unternehmen und Betriebe ins Spiel.

Mopeds in der Werkstatt
Ob Schwalbe oder klassische S50 - die Mopeds rollen gut in Schuss vom Hof. - © Robert Werner

Mehrwert für Betriebe

Denn längst sind auch Arbeitgeber auf Simson-Leasing Chemnitz aufmerksam geworden und statten Auszubildende mit Fahrzeugen aus. "Mittlerweile machen die Unternehmen etwa 70 Prozent unserer Kundschaft aus", sagt Jakob Wild und fügt an: "Es hat einen Mehrwert für alle. Betriebe können damit Schülerinnen und Schülern einen Anreiz geben, bei ihnen eine Ausbildung zu machen. Lehrlinge haben einen Anreiz, dem Betrieb treu zu bleiben. Bäcker, bei denen in der frühen Stunde noch kein Bus fährt, sie aber darauf angewiesen sind, wären mobil und könnten auf Arbeit kommen."

Basic, Plus oder Sorglos

 Um mehr Freiheiten bei der Fahrzeugfindung und dem Service zu haben, entwickelte Wilds Team ein Paketmodell, bei dem die Unternehmen zwischen "Basic" (ab 65 Euro), "Plus" (ab 74 Euro) und "Sorglos" (ab 115 Euro) wählen können. Entsprechend der Pakete sind Dienstleistungen wie Wartung/Inspektion, Reparaturen, Fahrzeugabholung oder einmaliger Fahrzeug­umtausch bei Vertragsabschluss inkludiert. Für Transparenz bei eventuell weiter anfallenden Kosten neben der monatlichen Leasingrate sorgt ein Pauschalkatalog, der bei Defekten Abhilfe schafft und den Kunden auf der Website problemlos einsehen können. "Damit weiß man schon vorher, was die eventuell anfallende Reparatur kosten würde", erklärt der 28-Jährige.

Simson-Hype

Ob Dachdecker oder auch Bäckereien, viele Handwerksbetriebe nutzen das Angebot von Simson-Leasing bereits und sind sehr zufrieden damit. 85 Mopeds – darunter auch S 51s mit E-Antrieb – umfasst das derzeitige Sortiment, 115 hätte Jakob Wild gerne bis Ende nächsten Jahres, damit noch mehr Kunden begeistert werden können. Denn: "Es bietet Mobilität und die Firmen können den Simson-Hype für sich nutzen, um viele Leute zu erreichen und dadurch für einen Handwerksberuf zu motivieren."