Umfrage Deutsche knauserig bei Trinkgeld für Handwerker

Das Abflussrohr reinigen, die Heizung reparieren: Handwerker übernehmen Aufgaben, an denen viele Menschen scheitern. Geht es darum, sich erkenntlich zu zeigen, sind die Deutschen aber eher knauserig.

Maler mit Spachtel
Handwerker übernehmen in den eigenen vier Wänden viele Aufgaben, die Kunden nicht selbst erledigen können, wie zum Beispiel das verspachteln einer Wand. Jeder fünfte Kunde beobachtet die Handwerker bei diesen Tätigkeiten. Nur 16 Prozent ziehen sich komplett zurück- - © Dangubic - stock.adobe.com

Ein Trinkgeld gehört für viele zum Restaurantbesuch dazu. Aber Trinkgeld für Handwerker? Da sind die Deutschen einer Umfrage zufolge eher knauserig. Nicht mal ein Drittel (28 Prozent) der mehr als 2.000 vom Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Online-Portals Kleinanzeigen Befragten zeigt sich Handwerkern gegenüber nach getaner Arbeit mit einem Trinkgeld erkenntlich.

Weitaus großzügiger sind die Deutschen dagegen bei der Bewirtung der Helferinnen und Helfer. Sind Handwerkerinnen oder Handwerker im Haus, bietet ihnen der Umfrage zufolge rund die Hälfte (47 Prozent) der Befragten etwas zum Essen oder Trinken an.

Jeder Fünfte schaut Handwerkern bei der Arbeit auf die Finger

Etwa ein Drittel (32 Prozent) gab an, die Fachleute bei ihrer Arbeit weitestgehend in Ruhe zu lassen und die Kommunikation auf das Nötigste zu beschränken. Jeder Fünfte aber beobachtet die Handwerker bei ihrem Tun. Knapp jeder Vierte (24 Prozent) sucht aktiv das Gespräch und lässt sich über alle bevorstehenden Schritte informieren. Lediglich 16 Prozent ziehen sich während der Arbeit komplett zurück. 36 Prozent kontrollieren die Qualität der getanen Arbeit im Nachhinein.

Was die Handwerkerinnen und Handwerker vom Zustand der Wohnung halten, scheint für jeden Vierten wichtig zu sein: 25 Prozent der Befragten (23 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen) gaben an, vor dem Handwerkerbesuch die eigenen vier Wände aufzuräumen oder einmal durchzuputzen.

Für die Umfrage hat YouGov im Juli 2.054 Menschen online befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind Kleinanzeigen zufolge repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren in Bezug auf Geschlecht, Alter und Region. dpa