Branchenkennzahlen für 2023 Elektrohandwerk profitiert von Energiewende

Das E-Handwerk trotzt der Baukrise und konnte auch 2023 seinen Umsatz steigern – und dies bei etwas weniger Beschäftigten und Unternehmen.

Umsatzeinbrüche im Neubau-Bereich konnte das E-Handwerk 2023 erfolgreich durch Sanierungen kompensieren. - © Eakrin - stock.adobe.com

Die Elektro- und Informationstechnischen Handwerke in Deutschland profitieren einer Umfrage zufolge von der Energiewende und der Digitalisierung. "E-handwerkliche Leistungen sind trotz Baukrise stark nachgefragt", sagte Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). So sei der Umsatz 2023 um 7,9 Prozent auf 87,8 Milliarden Euro gestiegen. Der Anstieg gehe dabei auch auf inflationsbedingte Preissteigerungen zurück. Diese lagen 2023 bei knappen sechs Prozent.

Sanierungen kompensieren Neubau-Minus

Die Analyse der Umsatzentwicklung zeigt nach Angaben des Verbandes außerdem, dass den E-Handwerken die mit der Energiewende und Digitalisierung einhergehende Elektrifizierung nutze. So hätten Umsatzeinbrüche im Neubau-Bereich erfolgreich durch Sanierungen kompensiert werden können. Unter dem Strich habe sich der Umsatz pro Mitarbeiter 2023 um 8,6 Prozent auf 167.564 Euro erhöht.

Zahl der Beschäftigten leicht gesunken

Wie Neuhäuser weiter sagte, stellt die Branche einen erheblichen Teil der Arbeitskraft und der Installationsleistung, die nötig ist, um die Energiewende erfolgreich in der Breite umzusetzen. Dabei ist die Zahl der Beschäftigten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf  524.224 zurückgegangen. Dies sei auf statistische Effekte zurückzuführen.

Betriebe werden größer und insgesamt weniger

Rückläufig war nach Angaben des ZVEH auch die Zahl der Unternehmen. Diese nahm 2023 um 0,8 Prozent auf 48.225 (Vorjahr: 48.616) ab. Damit setze sich der Trend zu wachsenden Betriebsgrößen bei gleichzeitigem Rückgang der Betriebszahl fort. Als Grund dieser Entwicklung nannte der Verband die Tatsache, dass größere Unternehmen flexibler auf neue Märkte wie etwa Photovoltaik oder E-Mobilität reagieren könnten. Den Umsatzberechnungen des Verbandes liegen nach eigenen Angaben die aktuelle Handwerkzählung sowie die vorläufige Handwerksberichterstattung des Statistischen Bundesamtes für 2023 zugrunde.