Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) bleibt im Haushalt unangetastet. Damit haben sich Befürchtungen nicht bestätigt, dass die Ampel auch an der Berufsbildung sparen könnte. Doch völlige Entwarnung will das Handwerk noch nicht geben.

Kurzfristig wird an den Mitteln für die berufliche Bildung nicht gerüttelt. Das reicht nach Ansicht des Handwerksverbandes allerdings nicht aus. "Es ist gut und richtig, dass der Bundeshaushalt für 2024 keine Abstriche an den Titeln für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung und für die Bildungsstättenförderung des Handwerks macht"“", sagte ZDH-Präsident Jörg Dittrich nach der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses. Dies reiche aber nicht aus. Ab dem kommenden Jahr müsse die Ampel die entsprechenden Mittel aufstocken.
Bundestag und Bundesrat müssen Beschlüssen noch zustimmen
Wie Dittrich weiter sagte, kann aktuelle Beschluss nur ein erster Schritt sein. "Wenn die Bundesregierung ernst meint mit ihrer Ankündigung, die berufliche Bildung stärken zu wollen, dann muss die Koalition 2025 spürbar nachlegen", sagte er. Für 2024 sehen die Beschlüsse nunmehr 70 Millionen Euro für Lehrlingsunterweisung und rund 107 Millionen Euro für die Bildungsstättenförderung vor. Bundestag und Bundesrat sollen Anfang Februar endgültig über den Haushalt 2024 entscheiden.
Dittrich: Gestiegene Kosten berücksichtigen
Erforderlich ist nach den Worten Dietrichs für die kommenden Jahren ein auskömmlicher Finanzierungsrahmen, der eine Unterstützung der stark gestiegenen Kosten für Modernisierung und Neubauten der handwerklichen Bildungszentren sicherstellt. Dazu sei ein deutlicher Mittelaufwuchs im Bundeswirtschafts- und im Bundesbildungsministerium nötig.