Den Meister kennen viele. Aber es gibt auch den Fortbildungsabschluss zum Geprüften Berufsspezialisten. Für Kraftfahrzeug-Servicetechniker wurde dieser nun modernisiert.

Er kann das Bindeglied zwischen erfolgreich absolvierter Ausbildung und der Weiterbildung zum Meister sein: Wer einen Fortbildungsabschluss zum Geprüften Berufsspezialisten für Kraftfahrzeug-Servicetechnik in der Tasche hat, ist auf die Diagnose von Störungen und Fehlern an fahrzeugtechnischen Systemen spezialisiert. Auch der Umgang mit Karosserie- und Lackschäden ist Bestandteil der Tätigkeit. Bei der Überprüfung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen berücksichtigen die Servicetechniker neben technischen auch organisatorische und rechtliche Gesichtspunkte. Der Umgang mit Kundinnen und Kunden, zum Beispiel beim Nachrüsten oder der Übergabe von Fahrzeugen, ist ein weiteres wesentliches Element ihrer Arbeit.
Mit dem Fortbildungsabschluss ist eine Befreiung von Teil I der Prüfung zum Kraftfahrzeugtechnikermeister/zur Kraftfahrzeugtechnikermeisterin möglich.
Die Fortbildungsordnung für diesen Abschluss wurde nun überarbeitet, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mitteilt.
Weiterentwicklungen werden abgebildet
Hintergrund der Modernisierung war die Entwicklung von Fahrzeugtechnologien und Automatisierung in den vergangenen Jahrzehnten. Stichworte: alternative Antriebe, die Verwendung von Verbundwerkstoffen sowie veränderte Diagnosemethoden, Mess- und Einstelltechniken.
Absolvieren können die Fortbildungsprüfung beispielsweise ausgebildete Kraftfahrzeugmechatroniker und Kraftfahrzeugmechatronikerinnen. Vorbereitungslehrgänge dafür finden laut der Bundesagentur für Arbeit etwa an Bildungseinrichtungen des Kraftfahrzeuggewerbes statt. Für die Zulassung zur Prüfung ist die Teilnahme an einem Lehrgang allerdings nicht verpflichtend. Laut BIBB haben bundesweit 2021 knapp 1.500 Personen eine entsprechende Prüfung abgelegt. dpa/dhz