Experten raten Handwerksbetrieben, Lieferketten und Logistik neu auszurichten, um dem Preisanstieg und Materialmangel zu begegnen. Wo Betriebe Hilfe bekommen.
Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die Wirtschaft bei der Sicherstellung ihrer Lieferketten zu unterstützen. Neben einer zentralen Anlaufstelle des Bundes (kontaktstelle-lieferketten@bmwi.bund.de) gibt es Anlaufstellen der Länder, an die sich Unternehmen zu Fragen bei Problemen mit Lieferketten wenden können.
"In den weltweiten Lieferketten sehen wir seit Beginn der Corona-Pandemie Störungen und durch den Krieg in der Ukraine drohen manche ganz zu reißen“, sagt Hauptgeschäftsführer Peter Friedrich, Leiter von Handwerk International Baden-Württemberg. Für Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg stellt Handwerk International die zentrale Anlaufstelle bereit. Handwerk International hat außerdem die aktuellen Entwicklungen in den Auslandsmärkten im Blick und informiert über besondere Bestimmungen einzelner Branchen. "Über unsere internationalen Partnerorganisationen im Enterprise Europe Network (EEN) haben wir durch ein starkes Netzwerk Zugang zu Firmen, die als Geschäftspartner für Handwerksbetriebe in Frage kommen können“, so der Leiter von Handwerk International Baden-Württemberg. Die bilateralen Kontakte ermöglichen ein schnelles und unkompliziertes Matching von Betrieben. Zusätzlich biete die digitale Supply Chain Resilience Platform Unternehmern die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und auf der Plattform nach passenden Kunden oder Lieferanten zu suchen. Die Kontaktstelle Lieferketten ist erreichbar unter Telefon 0711/1657-444, per Mail unter kontaktstelle-lieferketten@handwerk-international.de oder www.handwerk-international.de/kontaktstelle-lieferketten.
Die entsprechenden "Kontaktstellen Lieferketten“ gibt es auch in Sachsen, sie laufen auf Landesebene bei der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, Dresden (WFS) zusammen: https://standort-sachsen.de/de/aktuelles/lieferketten-sichern. Die Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig haben mit Blick auf Russland-Sanktionen und Auswirkungen auf einheimische Betriebe gegenüber der WFS jeweils Ansprechpartner benannt. Bei entsprechenden Anfragen aus dem Unternehmerlager wird ähnlich wie in Baden-Württemberg verfahren, indem über die EEN-Plattform nach neuen potenziellen Geschäftspartnern gesucht wird. Weitere Infos: HWK Chemnitz:www.hwk-chemnitz.de/ukraine, HWK Dresden:Unterstützung bei konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs für das sächsische Handwerk - Handwerkskammer Dresden (hwk-dresden.de), HWK zu Leipzig:https://www.hwk-leipzig.de/artikel/ukraine-krieg-und-russland-sanktionen-3,0,9910.html
Eine außenwirtschaftliche Beratung zum Thema Lieferketten gibt es auch bei den bayerischen Kammern bzw. bei Bayern Handwerk International: www.bh-international.de
Unterstützung und Beratungsangebote finden Betriebe stets auch immer bei ihrer jeweiligen Handwerkskammer. str