25.000 Euro, ein Messestand auf der Zukunft Handwerk und eine Vorstellung im Handwerk Magazin. Das alles gewinnt der Sieger des Seifriz-Preises. Wer sich ab sofort um ihn bewerben kann.

Im März wird im Rahmen der Zukunft Handwerk in München der Innovationspreis des Handwerks verliehen. Und nicht nur als Preisträger werden die Gewinner des Seifriz-Preises dort in Erscheinung treten. Denn neben den 25.000 Euro Preisgeld und der Vorstellung im Handwerk Magazin dürfen sich die Sieger auch über einen Messestand freuen.
Schon in den vergangenen Jahren wurden besonders gelungene Kooperationen zwischen Handwerk und Wissenschaft aus ganz Deutschland mit dem Seifriz-Preis gewürdigt. "Im Handwerk wird Innovation großgeschrieben. Das kluge Tüfteln und Finden praktischer Lösungen ist seit jeher Bestandteil des wirtschaftlichen Erfolgs. Deshalb freuen wir uns, mit dem Seifriz-Preis im kommenden Jahr wieder kreative Produkte, neuartige Verfahren oder clevere Dienstleistungen auszeichnen zu können", erklärte Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags e.V. (BWHT). "Im Fokus stehen Projekte, die in Zusammenarbeit von Handwerk und Wissenschaft entstanden sind. Wir freuen uns auf viele spannende Bewerbungen aus dem ganzen Land."
Zielgruppe: Macher und Denker
Ab sofort können sich Projekte, die in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Handwerk entstanden sind, unter dem Motto "#WerteSchmiede für das Handwerk!" um den Seifriz-Preis bewerben. Neben Innovationen in den Bereichen Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen, haben auch Geschäftsmodelle, Strategien und Formen der Betriebsorganisation sowie Betriebskultur Chancen, die Auszeichnung zu erhalten.
Die Sieger von 2020
- Der digitalen Prozesskette zur automatischen Herstellung von Maßschuhen hat sich die Vickermann & Stoya Maßschuhe oHG aus Baden-Baden verschrieben – gemeinsam mit dem Institut für Produktentwicklung und Gerätebau (IPEG) der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Roland Lachmayer.
- Zusammen mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) entwickelten die Häfner Gewichte GmbH aus Oberrot und die Hauser GmbH & Co. KG aus Solms die rundesten Silizium-Kugeln der Welt – und brachten sie in industriellem Maßstab auf den Markt.
- Beim WerStep-Lift, den die Profi Metall & Technik GmbH aus Stadtlohn in Kooperation mit dem Mechatronik Institut Bocholt entwickelt hat, handelt es sich um eine mobile Hubvorrichtung.
- In einem handelsüblichen Container verbauten Studierende unter der Leitung von Robert Meyer vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und Prof. Dr.-Ing. Jens Pfafferott von der Hochschule Offenburg zusammen mit der bad & heizung Kreuz GmbH moderne Energietechnik. Das Ergebnis ist ein energieautarkes Tiny House zum Anfassen.
Das ist der Seifriz-Preis
Der Seifriz-Preis wird seit mehr als 30 Jahren als Wettbewerb für Wissenstransfer unter der Federführung des Baden-Württembergischen Handwerkstages durch den Verein Technologietransfer Handwerk e.V. und in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmedium handwerk magazin veranstaltet. Partner des Preises sind die Holzmann Medien Gruppe, die Signal Iduna Gruppe für Versicherungen und Finanzen und erstmals die Zukunft Handwerk. Zu den weiteren Unterstützern zählen der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), die Steinbeis-Stiftung, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sowie Sponsoren aus der Wirtschaft. Der Preis wird ermöglicht durch eine bundesweite Jury und das Engagement einer Vielzahl von Beratern in den Kammern und Fachverbänden. Benannt ist er nach dem baden-württembergischen Politiker Adalbert Seifriz, der die Wirtschaftspolitik des Landes in der Nachkriegszeit wesentlich prägte. rk