Internationaler Hochhaus Preis Die innovativsten Wolkenkratzer der Welt

Der Büroturm "Torre Reforma" in Mexiko-Stadt ist zum weltweit innovativsten Hochhaus gekürt worden. Warum sich die Jury des Internationalen Hochhaus Preises für dieses Gebäude entschieden hat und wer sonst noch nominiert war.

Steffen Guthardt

"Torre Reforma" in Mexiko-Stadt ist das Hochhaus des Jahres. - © L. Benjamín Romano

"Wie ein riesiger urbaner Obelisk oder ein geöffnetes Buch zwischen zwei Sichtbetonwänden hebt sich der Torre Reforma von den umliegenden Hochhäusern ab“, begründet die Jury des Internationalen Hochhaus Preises ihre Entscheidung zur Auszeichnung.

Entgegen dem weltweit andauernden Trend hin zum Wohnturm sowie zu immer größeren mischgenutzten Projekten in Asien ist der diesjährige Preisträger größtenteils ein Bürogebäude mit zusätzlichem Restaurant und Fitnesscenter .

Dabei ist allerdings nur die Art der Nutzung konventionell. Die in Mexiko-Stadt herrschende Erdbebenproblematik erfordert ein kluges Tragwerkskonzept, das dem 246 Meter hohen Büroturm sein signifikantes Erscheinungsbild verleiht. Architekt Benjamín Romano hat mit den massiven Wänden an die baulichen Traditionen der Azteken angeknüpft und diese modern interpretiert. Der "Torre Reforma" war das Gebäude, das sowohl die Ingenieure als auch die Architekten in der Jury am stärksten begeisterte. Nachhaltigkeit, modernste Technologie und gut strukturierte Räume würden kunstvoll miteinander verbunden.

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    © Hufton + Crow - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Das Pixelband, das sich wie eine Schlange um den Turm windet, löst die ansonsten bewusst klassische Form des Stahl-und-Glas-Quaders spektakulär auf. Die derart aufgebrochene Fassade erzeugt Terrassen, Balkone und freischwebende Räume.
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    © Hufton + Crow - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Das Projekt MahaNakhon im zentralen Geschäftsviertel Bangkoks steht mit seinem Namen (auf Deutsch: "große Metropole") und seiner Höhe von 314 Metern als nunmehr höchstes Gebäude Thailands stellvertretend für den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt.
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    © Iwan Baan - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Das Quartier rund um Beiruts Yachthafen ist noch immer schwer vom libanesischen Bürgerkrieg und den israelischen Luftangriffen von 2006 gezeichnet. Aktuell wird das Wohnviertel neu gestaltet. Bestandteil dieses Masterplans ist der spektakuläre Wohnturm Beirut Terraces mit seinen übereinander geschichteten und zueinander verschobenen Betonscheiben. Das Gebäude hebt sich mit seiner weißen Farbe und dynamischen Form deutlich von den grauen Hochhäusern der Umgebung ab.
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    © Bahaa Ghoussainy - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Innen- und Außenraum verschmelzen zu einer Einheit durch die umlaufende, raumhohe Verglasung sowie die durchgängige Farbigkeit der weißen Beton- und Marmor-Oberflächen. Neben den Ausblicken auf das Meer sorgen die Fensterbänder dafür, dass viel Tageslicht in die Wohnräume fällt.
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    © Hufton + Crow - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Am Rand des größten noch verbliebenen Parks in Pekings Finanzdistrikt ragen die beiden asymmetrischen Bürotürme am Ufer eines Sees empor wie zwei Berggipfel aus dem Wasser.
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    © Hufton + Crow - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Das Gebäude soll die Stadtentwicklung Pekings zu einer eigenen, zeitgenössischen chinesischen Architektursprache anregen.
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    © K. Kopter - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Inmitten des dicht bebauten Stadtzentrums von Singapur soll das Oasia Hotel Downtown ein "biophiles Umfeld" schaffen.
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    © Patrick Bingham-Hall - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Die mehr als 40 Prozent Freiraumanteil am Gesamtvolumen des Gebäudes ermöglichen eine natürliche Belüftung und Beleuchtung.
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    © L. Benjamín Romano - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    In das Torre Reforma ist ein Altbau integriert.
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    © Benjamín Romano - Internationaler Hochhaus Preis 2018
    Blick über Mexiko City: Das Torre Reforma bietet eine beeindruckende Aussichtsplattform.

Zu den weiteren fünf Finalisten aus über 1.000 neugebauten Hochhäusern zählten Gebäude in Beirut, Bangkok, Peking und Singapur. Der Internationale Hochhaus Preis wurde gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank initiiert und wird seit 2004 alle zwei Jahre vergeben.

Die Ausstellung "Best Highrises 2018/19 – Internationaler Hochhaus Preis 2018", die das Deutsche Architekturmuseum vom 3. November 2018 bis 3. März 2019 in Frankfurt am Main zeigt, präsentiert alle nominierten Projekte.