Rentner bekommen ab Sommer mehr Geld Höhere Rente ab Juli 2018

Die mehr als 20 Millionen Rentnern in Deutschland können sich freuen. Ab Juli steigen die Renten in Ost- und Westdeutschland um mehr als drei Prozent. Die Bundesregierung hat der Rentenerhöhung nun zugestimmt.

Die Rente in Ost- und Westdeutschland steigt ab Juli 2018. - © vege - stock.adobe.com

Das Bundeskabinett hat am 25. April der anstehenden Rentenerhöhung zugestimmt. Für die mehr als 20 Millionen Rentner steigen die Renten ab Juli im Westen um 3,22 Prozent und im Osten um 3,37 Prozent. "Auch in diesem Jahr führen die gute Lage am Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen der Vergangenheit zu besseren Renten", sagte Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) bereits im März. Damit komme die Regierung mit der Angleichung der Renten in Ost und West gut voran.

2018 erreiche der Rentenwert Ost nach den Worten Heils dann 95,8 Prozent des Westwertes. Eine vollständige Angleichung solle spätestens zur Rentenanpassung 2024 erreicht werden. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung betrage 2,93 Prozent in den alten Bundesländern und 3,06 Prozent in den neuen Bundesländern. Die Bundesregierung will das Rentenniveau außerdem bis zum Jahr 2025 nicht unter 48 Prozent sinken lassen, zudem soll der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen.

Offen ist allerdings noch immer die Finanzierung. Experten gehen davon aus, dass angesichts der Rentenpläne der Großen Koalition bis 2030 45 Milliarden Euro in den Rentenkassen fehlen werden.

Gesetzliche Rente soll weiter gestärkt werden

Wie Heil ebenfalls im März mitteilte, ist und bleibt die gesetzliche Rente die zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland. Diese Säule wolle die neue Regierung jetzt mit einer Grundrente und einer Stabilisierung von Rentenniveau und Beitragssatz und einer deutlichen Verbesserung der Absicherung bei Erwerbsminderung weiter stärken.

Nach Ansicht der Arbeitgeber darf die Politik in keinem Fall die langfristige Finanzierbarkeit der Sozialsysteme aus dem Blick verlieren. Ziel müsse sein, die Sozialversicherungsbeiträge weiterhin unter 40 Prozent zu halten. Die Einsetzung einer Rentenkommission gehöre deshalb an den Anfang der Legislaturperiode und nicht an den Schluss, heißt es bei der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände. bir