"geplant+ausgeführt": Handwerker können mitmachen Architekturpreis: Besser als jede Visitenkarte

Der Wettbewerb "geplant+ausgeführt" geht in seine nächste Runde. Für den Preis können sich Handwerksbetriebe und Architekturbüros bis 15. Januar 2018 bewerben.

Nachhaltig und preisgekrönt: Für das Schmuttertal-Gymnasium Diedorf. - © Carolin Hirschfeld

Alle großen Ideen scheitern an den Leuten, soll Berthold Brecht einmal gesagt haben. Die Idee eines Bauherren oder Architekten lässt sich zwar möglicherweise nicht eins zu eins umsetzen, aber im Dialog mit Handwerkern ent stehen dennoch großartige Bauwerke. Diesem Miteinander von Planen und Praktikern widmet sich der Architekturwettbewerb "geplant+ausgeführt".

Nach der Bewerbungsphase wählt eine Fachjury unter den eingereichten Projekten 30 aus, die zur Internationalen Handwerksmesse vom 7. bis 13. März 2018 in München zu sehen sein werden. "Allein für die Sonderaus stellung ausgewählt zu werden, ist eine Auszeichnung angesichts des hohen Niveaus der Projekte. Und für die Preisträger ist der Gewinn besser als jede Visitenkarte, denn mit prämierter Architektur lässt sich ganz anders werben", sagt Lydia Haack, Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Architekten in Bayern und im abgelaufenen Wettbewerb Juryvorsitzende.

Ein Beispiel für die Qualität, die der Wettbewerb "geplant+ausgeführt" seit seiner er sten Auflage 2012 inzwischen gewonnen hat, gibt einer der Preisträger aus diesem Jahr. Im März wurde das Schmuttertal-Gymnasium Diedorf im Landkreis Augsburg mit dem Sonderpreis "Focus Gesund Bauen" ausgezeichnet, wenige Monate später bekam das Schulgebäude mit dem Deutschen Architekturpreis 2017 einen der renommierte sten der Branche.

Aber während in Berlin nur die Architekturbüros von Hermann Kaufmann und Florian Nagler im Rampenlicht standen, wurden bei "geplant+ausgeführt" auch die Handwerksfirmen Kaufmann Bausy steme aus Reuthe in Tirol und Merk Timber aus Aichach geehrt. Denn auch sie haben ihren Anteil daran, dass das Schmuttertal-Gymnasium – als Plusenergiehaus in Holzständerbauweise schnell und ko stengünstig errichtet – zu einem Vorbild für künftige Schulbauten werden konnte.

Kein Wunder, dass sich Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, freuen würde, wenn noch mehr Handwerksbetriebe sich aktiv an "geplant+ausgeführt" beteiligen. "Schließlich ist das eine gute Gelegenheit, zu zeigen, wie vielfältig unser Wirtschaftsbereich ist", meint der Bauunternehmer. ste