Wenn KFZ-Meister, Bauunternehmer und Rohreiniger in Trikot und Fußballschuhen auf den Rasen treten, dann hat wieder die Stunde für den Handwerker Cup Stuttgart geschlagen. Es ging um die Ehre, die Meisterschale – und um einen ungewöhnlichen Weltrekord.
Sandra Depner
500 Spieler, 48 Mannschaften und nur ein Sieger: Die Handwerkskammer Region Stuttgart lud am Tag des Handwerks zum dritten Handwerker Cup Stuttgart ein. Bei diesem Turnier, veranstaltet in Kooperation mit der Deutschen Handwerks Zeitung , handwerk magazin, Bosch und der IKK, zeigten die Handwerker, was sie abseits des Betriebsalltags auf dem grünen Rasen draufhaben.
Mit Ehrgeiz zur Meisterschale
Die Wolf + Partner Bau GmbH aus Stuttgart schnappte sich am Ende des Tages die Meisterschale. Der zweite Platz ging an den KFZ-Betrieb Meister Arslan gefolgt von Lummax Gebäudeservice mit Bronze. Die Siegermannschaft von Geschäftsführer Dietmar Wolf war von großem Ehrgeiz getrieben: "Wir sind beim Handwerker Cup 2014 unglücklich ausgeschieden. Ein verschossener Elfmeter im Viertel-Finale und da war es schon vorbei. Das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen", sagt Wolf, der im Fanblock seine Mitarbeiter unterstützte. Bereits 2012 holte die Mannschaft von Wolf den Sieg. Im nächsten Jahr wolle das Team den Meistertitel eisern verteidigen.
Ganz so viel Glück hatte die Mannschaft vom Verlagshaus der Deutschen Handwerks Zeitung , Holzmann Medien, leider nicht. Schon früh platzten die Träume von der Meisterschale. Obwohl in der entscheidenden Vorrunde die Zeichen auf Sieg standen, wie Spieler Dominik Rabus berichtet: "Wir waren zeitweise in einer wirklich guten Phase. Es stand 2:1 für uns. Wir hätten locker mit großem Abstand gewinnen können." Das Achtelfinale mussten Rabus und sein Team jedoch von der Zuschauertribüne aus verfolgen.
Mit Spanplatten zum Weltrekord
Beim Handwerker Cup in Stuttgart stand auch neben dem Spielfeld alles im Zeichen des runden Leders. Mit Tischkicker, Torwandschießen oder dem Ballspeedometer konnten sich die Handwerker zwischen den Spielen warmhalten. Wie Dribbeln bei Profis aussieht, das weiß Freestyle-Profi René Mathussek: Auf dem Rasen zeigte WM-Drittplatzierte und Europameister, was einen wahren Ballkünstler ausmacht – Ballkontrolle und Kreativität kombiniert mit Style.
Während in Ulm aus Metzgershand der längste Leberkäse Oberschwabens entstand, holten die Stuttgarter am Tag des Handwerks einen Weltrekord. Genau 2.623 sechseckige Spanplatten legten 529 Helfer zu einem riesigen Fußballmosaik zusammen. Das ist ein Weltrekord, denn noch nie zuvor waren so viele Menschen gemeinsam an einem Mosaik beteiligt. Der Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart, Rainer Reichhold, vollendete das Werk mit dem letzten Teil. Die vom Werkzeughersteller Bosch organisierte Aktion steht nun im Guinness-Buch der Weltrekorde unter dem offiziellen Titel "Most people to contribute to a painted wooden block mosaic”. Eine Vertreterin der Guinness World Records war extra aus Großbritannien angereist, bestätigte den Rekord und überreichte die Urkunde.