2,82 Liter Diesel auf 100 Kilometer Spritspar-Weltrekord im Honda Civic Tourer aufgestellt

Honda hat einen neuen Weltrekord für Kraftstoffeffizienz aufgestellt. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 2,82 Litern auf 100 Kilometern schaffte ein Civic Tourer des japanischen Autoherstellers den Sprung ins Guinness-Buch der Rekorde.

Völlig fertig: Fergal McGrath und Julian Warren nach ihrer Rekordfahrt vor dem Honda Civic Tourer. - © Honda

Der Honda Civic Tourer mit einem 1.6 i-DTEC Dieselmotor legte auf seiner 25-tägigen Fahrt durch 24 EU-Länder 13.498 Kilometer zurück. Hinter dem Steuer saßen zwei Mitglieder des europäischen Forschungs- und Entwicklungsteams (R&D) von Honda, Fergal McGrath und Julian Warren.

Das Team legte eine beeindruckende Distanz zurück – vergleichbar mit einer Fahrt von Großbritannien nach Australien – und benötigte dafür nur neun Tankstopps. Im Durchschnitt schaffte der Civic Tourer 1.500 Kilometer pro Tankfüllung. Für die gesamte Reise lagen die Kraftstoffkosten laut Honda bei nur 645 Euro, berechnet anhand des durchschnittlichen Diesel-Preises in Großbritannien im Juni 2015.

Kraftstoffverbrauch 25 Prozent unter dem offiziellen Wert

Das Team machte sich im belgischen Aalst auf diese Reise der besonderen Art, um im Uhrzeigersinn durch alle Länder des europäischen Festlands zu fahren. Bei der Rückkehr Ende Juni konnten die Fahrer einen Kraftstoffverbrauch vorweisen, der mehr als 25 Prozent unter den angegebenen Verbrauchswerten des Civic Tourer von 3,8 Liter auf 100 Kilometern lag. Der Durchschnittsverbrauch lag bei 2,82 Litern.

Der offizielle Titel im Guinness-Buch der Rekorde lautet: "Niedrigster Kraftstoffverbrauch – alle 24 zusammenhängende EU-Länder". Der Verbrauch wird in Litern pro 100 km (bzw. Meilen pro Gallone) gemessen und für die gesamte Strecke berechnet.

Das Regelwerk sieht vor, dass die gesamte Strecke von denselben beiden Fahrern zurückgelegt werden muss. Fergal McGrath und Julian Warren arbeiten bereits seit rund 18 Jahren im Honda Werk in Großbritannien zusammen. Sie hatten die Aufgabe, täglich im Durchschnitt 600 Kilometer zurückzulegen – das sind rund 7,5 Stunden Fahrzeit am Tag.

Ortungssystem von Tracker zeichnet Strecke auf

Für den Rekordversuch galten strenge Vorgaben: Das Fahrzeug musste jedes der 24 Länder durchfahren und es mussten ausreichende Nachweise und Aufzeichnungen vorgelegt werden, um die zurückgelegte Strecke genau zu dokumentieren – darunter ein Fahrtenbuch zu Kraftstoffverbrauch und Kilometerstand, GPS-Daten, Videos, Fotos und Unterschriften von unabhängigen Zeugen.

Der neue Honda Civic Tourer. - © Foto: Honda

Zur zuverlässigen Nachverfolgung der Strecke, Fahrzeit und zurückgelegten Kilometerzahl wurde das Rekordfahrzeug mit einem Ortungsmodul ausgestattet, das von dem Experten für Fuhrparktelematiksysteme und Wiederbeschaffung gestohlener Fahrzeuge, Tracker, bereitgestellt wurde.

Serienfahrzeug ohne Umbauten

Gemäß den Regeln musste es sich bei dem Fahrzeug, das den Rekordversuch absolvierte, um ein Standardmodell handeln. Es durften keine Anpassungen oder Umbauten vorgenommen werden, um so reale Fahrbedingungen nachzustellen. Beurteilt wurde dies von einem unabhängigen Zeugen, der das Fahrzeug jeweils zu Beginn und am Ende der Reise prüfte.

Getankt wurde an normalen Tankstellen und das Fahrzeug wurde bei jedem Tankstopp vollgetankt, um keinen Gewichtsvorteil zu erzielen. Zudem wurden die Reifen auf die empfohlenen Druckwerte aufgepumpt und die Spureinstellung auf die Werkseinstellung geändert, um die Erfahrung eines regulären Fahrers nachzuempfinden.

Die beiden Amateur-Fahrer legten auch Wert darauf, zu zeigen, dass mithilfe einiger einfacher aber sehr wirksamer Techniken jeder Fahrer solch eindrucksvolle Verbrauchswerte erreichen kann, meldet Honda. Dazu hätten sie auf die sorgfältige Planung einer geeigneten Strecke, eine sanfte und gleichmäßige Fahrweise ohne schnelles Bremsen oder Beschleunigen und die Berücksichtigung der vorausliegenden Straßenverhältnisse geachtet. Darüber hinaus hätten sie kein unnötiges Gewicht mitgeführt und sichergestellt, dass das Fahrzeug jederzeit gut gewartet wurde. Und natürlich habe sich das Team an jegliche Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten und sich dem Verkehrsfluss angepasst.