Tipps für den Sommer Die beliebtesten Grills der Deutschen

Beim Grillen scheiden sich die Geister: Verfechter des klassischen schwören auf Holzkohlegrills, andere auf Gasgrills. Doch es gibt auch Alternativen wie Smoker und Elektrogrills. Welche die beliebteste Art zu Grillen ist.

Fleisch ist nach wie vor mit Abstand das beliebteste Grillgut - © Foto: iStock/eddieberman

Zu jeder Gartenfeier im Sommer gehört ein Grill. Ohne ihn scheint etwas zu fehlen, zumindest sehen das inzwischen sehr viele Menschen so. Doch in der Wahl des Geräts unterscheiden sich die Vorlieben. Zieht man die Suchanfragen des Vergleichsportals billiger.de im Internet heran, lässt sich durch die Auswertung der 357.348 Klicks im Zeitraum Januar bis April 2015 eine Rangliste der beliebtesten Geräte erstellen:

1. Platz: Der Gasgrill (63 Prozent)
Der Gasgrill steht für die 'sauberste' Art des Grillens. Er ist schnell einsatzbereit und flexibel. Besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, die Temperatur präzise anzupassen.

Vorteil:
Das Grillen ist besonders sauber und komfortabel und das Reinigen sehr einfach.
Nachteil:
Das Grillgut nimmt keine Raucharomen auf.

2. Platz: Der Holzkohlegrill (24 Prozent)
Der Holzkohlegrill kann überall im Freien verwendet werden. Er lässt sich auch leicht mitnehmen. So kann ohne Probleme im Park oder am See gegrillt werden. Er erfreut sich daher besonderer Beliebtheit. Für wenig Geld kriegt man schon einen funktionstüchtigen Holzkohlegrill.

Vorteil:
Flexibel einsetzbar, das Grillgut nimmt Raucharomen auf.
Nachteil:
Die Kohle muss zuerst glühen, damit gegrillt werden kann. Das kann etwas dauern. Zudem könnten sich Nachbarn durch den Rauch gestört fühlen.

3. Platz: Der Elektrogrill (8 Prozent)
Der Elektrogrill lässt eine sehr pragmatische Art des Grillens zu. Hier ist es keine Philosophie, sondern eine schlichte Garmethode. Alles, was man für seine Verwendung braucht, ist eine Steckdose.

Vorteil:
Er ist sofort einsatzbereit, schnell heiß und auch für das Grillen auf dem Balkon geeignet.
Nachteil:
Im Vergleich zur Holzkohle kann er nicht so hohe Temperaturen erzeugen. Zudem gibt es auch hier keine Raucharomen, die das Grillgut bereichern könnten.

4. Platz: Der Smoker (5 Prozent)
Der Smoker stellt die zeitintensivste Art des Grillens dar. Zunächst muss Holz vorbereitet und zum Glühen gebracht werden. Dann können auch größere Stücke Fleisch aufgelegt werden. Die Verwendung eines Smokers erfordert viel Zeit.

Vorteil:
Die Raucharomen können je nachdem, welches Holz verwendet wird, variieren.
Nachteil:
Der gesamte Grillprozess bedarf einer langen Vorlaufzeit. Und: auch hier kommt es zu Rauchentwicklung, die eventuell Nachbarn stören könnte.

Fleisch das beliebteste Grillgut

30 Prozent der Menschen geben an, regelmäßig bis sehr oft zu grillen. Zwei Drittel zumindest ab und zu. Nur acht Prozent der Männer gaben an, nie zu grillen, während der Anteil der Frauen hier bei 16 Prozent liegt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 1050 Personen im Juli 2014 hervor. Selbst von schlechtem Wetter lassen sich viele den Grillspaß nicht vermiesen: fast jeden Dritten stört das nicht.

Bei der Frage, was auf den Grill kommt, liegt das Fleisch eindeutig an der Spitze: 97 Prozent legen es auf. Dabei ist das Schweinefleisch in Deutschland führend. Mit deutlichem Abstand folgen Geflügel und Rindfleisch. Gemüse liegt mit 61 Prozent auf Rang zwei, Fisch mit 45 Prozent auf Platz drei und Käse mit 27 Prozent auf dem vierten Platz. Zu vegetarischen oder veganen Fleischersatzprodukten greifen nur 13 Prozent. jr