Mobile Navigationsgeräte sind eine ideale Lösung für den Fuhrpark im Handwerksbetrieb. Aber kann sich der Fahrer auf die Technik der Satelliten-Ortung verlassen? Die Stiftung Warentest sagt ja.
Von 15 mobilen Navigationsgeräten mit fünf bzw. sechs Zoll großer Bildschirmdiagonale wurden zwölf mit „gut“ benotet. Das zeigt, dass die Technik – 26 Jahre nachdem Bosch das er ste Navigationsgerät auf den Markt brachte – ausgereift ist. Unterschiede gibt es trotzdem, wie der Testsieger beweist. Das Becker Professionell.6 überzeugte mit dem be sten Komfort im täglichen Gebrauch.
Die Stiftung Warentest urteilt über das Becker-Navi: „Die Gebrauchsanweisung ist hilfreich, das Menü selb sterklärend und die Nutzung macht Spaß.“ Das lässt sich der schwäbische Her steller United Navigation aber auch bezahlen. Mit einem Kaufpreis von 259 Euro war das Gerät das teuer ste im Test.
Wesentlich günstiger fährt der Handwerker mit dem Tomtom Go 50. Das Gerät des holländischen Anbieters ko stet nur 163 Euro und navigiert sogar besser als der Testsieger. Da lässt sich das kleinere Display sicher verschmerzen.
Unterschiede unter den Navigationsgeräten gibt es vor allem beim Einschalten. Bis zu zwei Minuten haben im Test die langsam sten Geräte gebraucht, ehe sie nach Eingabe einer 100 Kilometer langen Strecke die schnell ste Route gefunden hatten. Am schnell sten reagierte das Garmin Nüvi 56 LMT, das nur 16 Sekunden benötigte.
Stauinformationen in Echtzeit
Einen gerade im beruflichen Alltag nicht zu unterschätzenden Vorteil bieten die Navigationsgeräte durch Verkehrsinformationen in Echtzeit. Leistungsfähige Live-Verkehrsdien ste reagieren auf Staus und schlagen Ausweichrouten vor. Auf diese Weise kann sich nicht nur die Fahrzeit um bis zu sieben Prozent verringern, wie die Stiftung Warentest ermittelte. Nach Angaben von Bosch lassen sich auch bis zu neun Prozent Kraftstoff sparen.
Richtige Live-Dien ste, die nicht wie der seit 1998 im Einsatz befindliche Verkehrsfunk TMC nur alle 15 bis 30 Minuten neue Meldungen liefern, kommunizieren über das Internet und übermitteln via Mobilfunknetz ständig die aktuelle Verkehrslage. Allerdings müssen die mei sten Geräte dafür mit einem Smartphone gekoppelt werden und wer unterwegs durch ein Funkloch fährt, ist vor bösen Überraschungen nicht gefeit.
Als be sten Live-Dienst hat die Stiftung Warentest bei Probefahrten im verkehrsreichen Ruhrgebiet Tomton Traffic ermittelt. Pendler, die an 220 Arbeitstagen täglich zwei Stunden unterwegs sind, sparen 30 Stunden pro Jahr im Vergleich zu einem TMC-Navigationsgerät ohne Echtzeit-Verkehrsinfos. ste

