Haftpflichtversicherung Haftpflicht-Deckung kann zu niedrig sein

Eine Haftpflichtversicherung gibt Sicherheit. Ist etwas vorgefallen, springt sie ein. Doch wie hoch sollte die Deckungssumme sein? Selbst eine Million kann nicht ausreichen, wenn der Vertrag noch aus D-Mark-Zeiten stammt.

Bei alten Haftpflichtverträgen kann nur halb so viel Geld fließen wie gedacht - © picture alliance / dpa / Kai Remmers

Nicht immer reicht der Schutz aus. Bei älteren Verträgen können die Deckungssummen zu niedrig sein. Grund ist die Umstellung von der D-Mark auf den Euro. So kann es sein, dass von der im Vertrag genannten Summe gerade mal die Hälfte im Fall der Fälle tatsächlich vorhanden ist. Eine private Haftpflichtversicherung sollte in jedem Fall aber eine Deckungssumme von fünf bis zehn Millionen Euro beinhalten.

Regelmäßig die Unterlagen prüfen

Versicherte sollten also dingend in ihren Unterlagen nachschauen, wie es aussieht. Alte Verträge können teilweise angepasst werden. In der Regel empfiehlt sich aber der Abschluss eines neuen Vertrags, denn die Versicherungsbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Auch allgemein sollte man je nach Änderungen in der Lebenssituation alle drei bis fünf Jahre die Unterlagen überprüfen.

Das können auch Schäden sein, die entstehen, wenn eine E-Mail mit heiklem Inhalt versendet wird. Auch bei Schäden durch Kinder springt die Versicherung heute oft ein. Einen höheren Beitrag als in dem alten Vertrag festgeschrieben müsse man nicht unbedingt, so der Bund der Versicherten. Wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat, sind neue Verträge mitunter sogar günstiger als alte. Schon ab 96 Euro im Jahr gebe es Versicherungen mit "fast perfekten Bedingungen". dpa/tmn