Tanknetz für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle wächst Erste Wasserstofftankstelle an der Autobahn

An der A3 bei Geiselwind wurde die erste direkt an der Autobahn gelegene Wasserstofftankstelle Deutschlands eröffnet. Bis Ende dieses Jahres sollen insgesamt 50 Wasserstofftankstellen in den Metropolregionen und entlang der Hauptverkehrsachsen entstehen.

© Foto: Daimler

Zur Eröffnung der Wasserstofftank stelle auf dem Total-Autohof Geiselwind zwischen Würzburg und Nürnberg sagte Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsmini sterium: "Der Förderbetrag von knapp einer Million Euro zum Bau der Tank stelle ist gut investiertes Geld, denn eine gute Infrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass sich diese neue Form der Mobilität auch wirklich durchsetzt."

Die neue H2-Zapfsäule verknüpfe die bereits vorhandenen Betankungsmöglichkeiten in den Metropolregionen Frankfurt/Main, Stuttgart und München miteinander und bilde somit einen Knotenpunkt für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle in Deutschlands Süden, meldet der Autokonzern Daimler, der zusammen mit der Mineralölgesellschaft Total und dem Industrieunternehmen Linde den Ausbau des Tanknetzes für Elektrofahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle zusammenarbeitet.

Linde hat schon rund 90 Tank stellen in 15 Ländern errichtet und betreibt in Wien die weltweit er ste Serienfertigung für H2-Tank stellen. Das Unternehmen verwendet dabei den selbst entwickelten ionischen Kompressor IC90, der Vorteile im Energieverbrauch, bei der Wartung und in der Geräuschentwicklung miteinander verbinde.

Ausbau von Wasserstofftank stellen geplant

Nach Angaben von Total gibt es in Deutschland bereits 18 öffentlich zugänglichen H2-Tank stellen, sieben davon betreibt Total. "Allein bei uns könnten heute schon weit über 1.000 Brennstoffzellenfahrzeuge mit grünem Wasserstoff betankt werden", sagte Guillaume Larroque, Tank stellen-Chef bei Total.

Wie Alexander Ruscheinsky, Vorstand der Vereinigung Deutscher Autohöfe, sagte, eignen sich Autohöfe besonders für alternative Tankkonzepte, da sie beide Fahrtrichtungen einer Autobahn und zugleich kreuzende Bundes- und Landstraßen bedienen. Sie seien daher eine ko stengünstige Möglichkeit für einen effizienten Aufbau neuer Versorgungsnetze.

Der Standort Geiselwind ist Teil des 2012 ins Leben gerufenen Ausbauplans, der das deutsche H2-Netz zunächst von aktuell 18 auf insgesamt 50 Standorte erweitern wird.

Mit 50 Wasserstoff-Tank stellen werde eine bundesweite Mobilität zwischen den Ballungsräumen entlang der Hauptverkehrsachsen in Deutschland flächendeckend möglich sein. Innerhalb dieses Ausbauprogramms beteiligt sich die Daimler-Linde-Initiative an insgesamt 20 neuen H2-Stationen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 20 Millionen Euro. Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie vom Bundesverkehrsmini sterium unterstützt. ste