Bevor die heiße Phase der Wüstenrallye Aïcha des Gazelles in Marokko beginnt, sind die Frauenteams erst einmal in See gestochen. Zuvor haben sie am 21. März in Nizza aber einen furiosen Auftakt erlebt.

Viola Hermann und Vanessa Wagner, die in diesem Jahr für das Handwerk in einem Mercedes-Benz Vito an den Start gehen, hatten da aber schon einige anstrengende Tage hinter sich. Nachdem Entwicklungs-Chef Jörg Zürn die vier Daimler-Teams vor dem Museum in Stuttgart verabschiedet hatte, lagen 1.250 Kilometer vor den Frauen und der Begleitmannschaft, ehe der Tross nach 15,5 stündiger Fahrt in Nizza ankam.
Dort stand am 20. März zunächst die technische Abnahme der Fahrzeuge durch den Veranstalter auf dem Programm, ehe am näch sten Tag am Strand der südfranzösischen Kü stenstadt die große Auftaktparty ihren Lauf nehmen konnte. An den Fahrzeugen mit dem Stern auf der Kühlerhaube gab es allerdings nichts auszusetzen. Auch die Ausrüstung über Sandblech bis hin zur letzten Schaufel war komplett.
Schaulaufen an der Promenade von Nizza
Goldschmiedemei sterin Viola Hermann und Installateurmei sterin Vanessa Wagner hatten bis 16 Uhr keine ruhige Minute, mus sten sie während der technischen Abnahme doch langen Laufzettel abarbeiten – vom Arztbesuch über ein persönliches Gespräch und zum Schlussbriefing.
Bevor am näch sten Tag Nizzas Bürgermei ster Christian Estrosi zusammen mit Chef-Organisatorin Dominique Serra, die vor 25 Jahren die Rallye ins Leben rief, endlich das Startsignal gaben, mus sten sich die Fahrerinnen aber noch lange gedulden. Über mehrere Stunden zieht sich das „Schaulaufen“ an der Promenade von Nizza in die Länge. Die zwei Vitos und Sprinter von Mercedes-Benz sind die Exoten unter den Rallyefahrzeugen, die sich am Strand präsentieren. Sie werden die einzigen Transporter sein, die die Rallye in Angriff nehmen, und fallen allein schon durch ihre Größe auf.
Gegen 15 Uhr geht’s dann endlich über die Startlinie. 350 Kilometer sind es bis zur Hafenstadt Sete, wo gegen 22 Uhr ein Schiff den Rallye-Tross über das Mittelmeer Richtung Marokko bringt. ste