Bildergalerie Tebartz van Elst: Einblicke in den Prunk-Bau

Ein Wellnesstempel, ein Hotel oder doch nur ein Showroom guter Handwerksarbeit? Alles nicht ganz abwegig, wenn man die Bilder sieht, die es jetzt vom Limburger Bischofssitz des ehemaligen Bischofs Franz-Peter Tebartz van Elst gibt.

Da ist sie, die sagenumwobene Badewanne: Nicht 15.000, sondern 4.000 Euro hat sie gekostet. Sehen lassen kann sich das Badezimmer trotzdem. - © Foto: Arne Dedert/dpa

Fast zwei Jahre ist es her, dass Franz-Peter Tebartz van Elst die Schlagzeilen mit seinem "Prunk-Bau" in Limburg  beherr schte. Nun öffnete das Bistum Limburg erstmals die Türen, um den Bau nach eigener Aussage zu "entmystifizieren". Denn die Gerüchte über die Ausstattung des Baus hatten sich im vergangenen Jahr über schlagen. Zwi schenzeitlich hieß es, alleine die Badewanne habe 15.000 Euro gekostet.

Die von Tebartz van Elst veranlasste Renovierung des Bi schofsitzes kostete mindestens 31 Millionen Euro – statt wie ursprünglich geplant 5 Millionen. Dabei wäre das auch schon eine beachtliche Summe gewesen – irgendwie musste der mehr als sechsfach so hohe Betrag schließlich zusammengekommen sein. Doch wer goldene Wasserhähne und eine orientali sche Märchenwelt erwartet, liegt fal sch. Die Einrichtung ist schlicht - aber hochwertig.

Wellnessdu sche und Hightech

Die freistehende Badewanne grenzt an die großzügige Wellness-Du sche, in der leicht auch drei Leute Platz hätten. Die Handwerker konnten Badezimmer also ihr ganzes Können zeigen, genauso wie im Vorraum zur Sauna. Die Vorhänge sind mit in der Wand eingelassenen i-Pads zu steuern, die Bücherregale in der Bibliothek beleuchtet. Ein angenehmes Leben könnte man hier sicherlich führen.

Doch Tebartz van Elst kam nur kurz in den Genuss seines Luxustempels, einzig ein Porträtbild und sein Name in Stein gemeißelt erinnern noch an den ehemaligen Limburger Bi schof. Die Bibliothek ist leer und der Schreibti sch verlassen. Im März 2014 hatte Papst Franziskus Tebartz van Elsts Abberufungsgesuch angenommen, nachdem die Wogen der Empörung über seinen Prunk-Bau nicht abklingen wollten. Er weilt inzwi schen in Rom und hat dort ein neues Amt als Verwalter im Vatikan. Wie seine Unterkunft dort aussieht, ist nicht überliefert.

Nachdem lange nicht klar war, wie mit dem Bau in Limburg nun umgegangen werden soll – im Raum stand etwa die Verwendung als Flüchtlingsunterkunft – soll der Bi schofssitz künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ob Tebartz van Elsts Nachfolger, der voraussichtlich erst 2016 berufen werden soll, in das Haus einzieht, bleibt dessen Ent scheidung. sch