Kinderfantasien sind unbeschreiblich. Auch der französische Fotograf Renaud Marion hat sich an seine Kindheit zurückerinnert. Seine Fotoserie von fliegenden Oldtimern wird nun ausgestellt. Echtheit ist garantiert.

Die M.A.D. Gallery in Genf präsentiert neun Bilder "fliegender" Autos aus der Serie "Air Drive" des französischen Fotografen Renaud Marion . Marion stellt seine Vision von reifenlosen und über den Boden schwebenden Autos bildlich dar. Die Besonderheit bei Marions Bildern: Bei den Autos handelt es sich um modifizierte Oldtimer, wie beispielsweise Chevrolets, Mercedes, Jaguars, Aston Martins und Porsches.
Oldtimer-Design im visionären Zeitalter
Die Bilder stellen nach Ansicht Marions eine rückwärtsgewandte Verschmelzung von Retro-Stil und futuristischen Vorstellungen dar. Die Auto-Klassiker werden zu Fortbewegungsmittel in der Luft verwandelt. Das Design der Oldtimer wird in ein visionäres Zeitalter katapultiert.
"Als Kind malte ich mir das neue Millennium mit fliegenden Autos, Raumschiffen, Parallelwelten, auf der Erde mitten unter uns lebenden Außerirdischen und Zeitreisen vor", so der Fotograf.
Motiviert durch die Idee, dass "unsere Träume von heute die Wirklichkeit von morgen sind", und sein Ziel, die fliegenden Autos seiner Kindheitsvorstellungen zu erschaffen, entwickelte Marion das Konzept für seine "Air Drive"-Serie. Bereits Ende 2012 hat er die Autos in Genf fotografiert und sie später in schwebende Maschinen verwandelt.
Oldtimer entsprechen Kindheitserinnerungen
"Für den ersten in Genf fotografierten Teil der Serie wählte ich Autos einfach aus, indem ich die Straße entlangging. Ich suchte nach am Straßenrand geparkten Autos, da ich originalgetreue Modelle und keine Miniaturen verwenden wollte", so Marion.
Darüber hinaus hat sich der französische Fotograf dafür entschieden, klassische Autos zu fotografieren, da sie am ehesten seinen Kindheitsvorstellungen entsprachen, wie fliegende Autos auszusehen hatten. Zu den ersten Fahrzeugen, die er fotografierte, gehörten ein Chevrolet El Camino, ein Mercedes 300 SL Roadster sowie ein Jaguar XK 120.
Oldtimer in Orten ohne Menschen
Die Fotos Marions zeigen Orte ohne Menschen und wiedererkennbare Gebäude . Die Oldtimer werden auf den Bildern vor Hintergründen mit Architektur in gedeckten oder neutralen Farben und mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur aus der Mitte des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt gerückt.
Für die fliegenden Autos wurde eine digitale Montagetechnik angewandt, um Reifen und Kotflügel von den Auto-Klassikern zu entfernen und die Autos in unterschiedliche Hintergründe einzubinden, bis er schließlich für jede futuristische Darstellung das richtige Motiv fand.
Zu den Anhängern Renaud Marion gehören nicht nur Science-Fiction-Fans, sondern auch Oldtimer-Liebhaber sowie Foto- und Kunst-Verehrer. Diese neu entdeckte Anerkennung hat dem französischen Fotografen den Zugang zu Autosammlern ermöglicht, von denen einige dem Fotografen für sein "Air Drive" Fotoshooting in Paris ihre wertvollsten Stücke zur Verfügung stellten. Darunter sind ein Mercedes 300 SL Paul O'Shea, ein Lincoln Continental, ein Jaguar E-Type sowie ein Aston Martin DB5. dhz