Auswertung des Licht-Tests 2014 Fahrzeugbeleuchtung: Jede dritte mangelhaft

Falsch eingestellte Scheinwerfer und kaputte Rücklichter: Beim diesjährigen Licht-Test wurden wieder viele Probleme festgestellt. In Brandenburg wurden die wenigsten Autos bemängelt. Wie es in den anderen Bundesländern aussieht, zeigen die Ergebnisse des Tests.

Nass und grau: Gerade im Winter ist eine gute Beleuchtung am Auto wichtig. Beim Licht-Test kann die Scheinwerfer-Anlage kostenlos überprüft werden. - © Foto: ProMotor

Im Oktober wurden beim Licht-Test wieder tausende Autos getestet. Die Auswertung zeigt, dass sich die Mängel an der Beleuchtung reduziert haben. Unverändert sind Schwachstellen wie zu hoch eingestellte Scheinwerfer oder die rückwärtige Beleuchtung. Organisiert wurde der Licht-Tests vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Deutsche Verkehrswacht

Vergleich der Bundesländer

Im Vergleich der Bundesländer schneidet Brandenburg am besten ab. Von allen erfassten Fahrzeugen aus Brandenburg sind 22,6 Prozent mangelhaft. Es folgt Sachsen-Anhalt mit einer Mängelquote von 23,4 Prozent. Am unteren Ende der Skala liegen Hamburg mit einer Quote von 39,2 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 38,9 Prozent.

Die Übersicht für alle Bundesländer gibt es hier .

Insgesamt wurden 141.600 Tests bei der Auswertung berücksichtigt. 46.600 dieser Fahrzeuge wiesen Mängel an der Beleuchtungsanlage auf. Damit ist fast jede dritte Fahrzeugbeleuchtung mangelhaft  (32,9 Prozent). Im Vergleich zum Ergebnis 2013 (35,2 Prozent) ist dies eine leichte Verbesserung um 2,3 Prozentpunkte.

Rund zehn Prozent der Scheinwerfer zu hoch eingestellt

Nahezu gleich geblieben ist der Anteil an Fahrzeugen, bei denen mindestens ein Scheinwerfer zu hoch eingestellt ist ( 10,4 Prozent). Auch der Anteil der Pkw, bei denen die Rücklichter nicht ordnungsgemäß funktioniert, ist mit 8,6 Prozent nahezu unverändert.

Fahrzeuge, bei denen beide Hauptscheinwerfer komplett ausgefallen sind, waren eher selten. Der Anteil lag bei 0,30 Prozent. Dies gilt auch für Autos, bei denen ein Hauptscheinwerfer ausgefallen ist. Mit 2,7 Prozent war die Quote minimal höher, als 2013 mit 2,3 Prozent.

Eine positive Entwicklung ist bei der Quote der Fahrzeuge mit einem zu tief eingestellten Hauptscheinwerfer zu erkennen. 2013 lag der Anteil noch bei 8,6 Prozent, 2014 nur noch bei 7,8 Prozent. Ebenso ist der Anteil jener Fahrzeuge rückläufig, bei denen das Bremslicht nicht in Ordnung ist. Der Anteil sank von 4,3 auf 4,0 Prozent.

"Seit 58 Jahren keine Verbesserung"

„Zu hoch eingestellte Scheinwerfer blenden den Gegenverkehr, zu niedrig eingestellte leuchten die Straße unzureichend aus. Noch gravierender ist die Gefährdung bei komplett ausgefallenen Lichtern – diese Fahrzeuge werden schlichtweg nicht gesehen“, sagt Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und ehemaliger Bundesverkehrsminister.

„Den Licht-Test gibt es seit nunmehr 58 Jahren und dennoch ist keine Besserung der Mängelquote zu verzeichnen. Dies ist alarmierend. Jeder Autofahrer sollte seine Beleuchtungsanlage regelmäßig überprüfen und Mängel sofort beheben lassen.“ sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

Jedes Jahr nehmen Millionen Autofahrer das Angebot wahr, im Oktober kostenfrei die Beleuchtungsanlage ihres Fahrzeugs überprüfen zu lassen. Schirmherr ist der Bundesverkehrsminister. Partner der Aktion im Jahr 2014 sind Suzuki, Osram, AutoBild, Fuchs Europe Schmierstoffe, der Zentralverband der Augenoptiker und der ADAC. dhz