Verbraucher in Deutschland verschulden sich wieder mehr. Das geht aus dem Schuldneratlas 2014 der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor. Zwar stehe Deutschland bei der privaten Verschuldung im internationalen Vergleich noch vergleichsweise positiv da, dennoch stieg die Zahl der Überschuldungsfälle um 90.000 an.
90.000 überschuldeten Personen mehr im Vergleich zum Vorjahr entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Damit sind laut Schuldneratlas 6,7 Millionen Bürger in Deutschland überschuldet. Die Schuldnerquote sei damit von 9,81 auf 9,90 Prozent gestiegen.
Zwar sind immer noch mehr Männer als Frauen von Überschuldung betroffen. Allerdings haben sich mehr Frauen (plus 48.000) als Männer (plus 41.000) im Vergleichszeitraum neu überschuldet. Diese Tendenz ist steigend. Die Überschuldungsquote betrage bei Frauen jetzt 7,35 Prozent (2013: 7,24 Prozent) und bei Männern 12,61 Prozent (2013: 12,55 Prozent).
Eichstätt am wenigsten verschuldet
Vier Bundesländer bleiben unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt der Schuldnerquote von 9,90 Prozent: Bayern mit 7,00 Prozent, Baden-Württemberg mit 8,02 Prozent, Thüringen mit 9,07 Prozent und Sachsen mit 9,31 Prozent bleiben unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 9,90 Prozent.
Am höchsten verschuldet sind die Städte Bremerhaven mit 20,41 Prozent, Pirmasens mit 18,34 Prozent und Offenbach am Main mit18,04 Prozent. Die wenigsten Schulden haben Eichstätt (3,67 Prozent), Erlangen-Höchstadt (4,76 Prozent) und Schweinfurt (4,92 Prozent). Die Schuldnerquoten für Deutschland nach Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie unter creditreform.de .
Den Schuldneratlas von Creditreform können Sie hier herunterladen.
Quelle: Creditreform
