In einer renovierungsbedürftigen Scheune finden französische Handwerker einen Goldschatz und machen ihn zu Geld. Doch was mit einem glücklichen Fund beginnt, nimmt für sie kein gutes Ende.

Es war ein Auftrag wie jeder andere. Die drei französischen Handwerker sollten eine Scheune im Dorf Notre-Dame-de-L‘Isle renovieren, weil die Hausbesitzer sie zu einer Küche umbauen wollten. Doch was sie fanden, verschlug ihnen die Sprache: Im Boden entdeckten die Handwerker einen echten Goldschatz.
Da nahm das Verhängnis seinen Lauf: Statt die Hausbesitzer und den Staat über den Fund zu informieren, teilten sie die Goldmünzen unter sich auf und verkauften einen Teil an einen Münzhändler. Gesamtwert des Schatzes: 900.000 Euro.
Plötzlicher Reichtum macht stutzig
Der Hausbesitzer, das Ehepaar Beauté, wusste von all dem nichts. Sie hatten das schicke Haus aus dem 18. Jahrhundert im Jahr 2000 gekauft. Im Frühjahr 2011 beauftragten Thibault und Isabelle Beauté eine kleine, feine Handwerksfirma für ihre Scheune. So machten sie unfreiwillig drei Handwerker steinreich.
Doch der plötzliche Reichtum eines der Handwerker machte einen Bankangestellten stutzig. Er informierte die Polizei, die im Juli 2011 Ermittlungen aufnahm. Bei den Handwerkern beschlagnahmte sie dann 450.000 Euro und noch einmal 265.000 Euro bei dem Münzhändler. Insgesamt haben sich 600 US-Goldmünzen aus den 1920er Jahren sowie 16 Goldbarren zu je einem Kilogramm in der Scheune befunden.
Nun müssen sich drei Handwerker vor Gericht wegen Diebstahl verantworten. Laut der Zeitung "Libération" müssen sie mit fünf Jahren Gefängnis rechnen. dhz