Banknoten Der neue Zehn-Euro-Schein ist da

Erst der Fünfer, jetzt der Zehner: Heute bringen die Zentralbanken die neuen Zehn-Euro-Scheine der "Europa-Serie" in Umlauf. Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass Automatenbetreiber dieses Mal besser vorbereitet sind.

Der neue Zehn-Euro-Schein ist dicker und schwerer als sein Vorgänger. - © Foto: EZB

Am 23. September 2014 bringen die Europäi schen Zentralbanken den neuen Zehn-Euro-Schein der Europa-Serie in Umlauf. Kurz vorher sah die Bundesbank die Vorbereitungen in der deut schen Wirt schaft auf einem guten Weg. "Diejenigen, die ihre Ge schäfte über Automaten abwickeln, haben der Bundesbank gegenüber erklärt, dass sie auf die Umstellung gut vorbereitet seien", sagt Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele.

Der Zehn-Euro-Schein ist nach dem Fünfer die zweite Banknote der gemeinsamen Währung, die überarbeitet wurde. Bei der Einführung des neuen Fünf-Euro-Scheines im Mai 2013 hatte es jedoch Probleme gegeben. Vor allem Ticket-Automaten wie die der Deut schen Bahn, hatten die neuen Banknoten nicht angenommen.

Der Zehner ist dicker und schwerer

Thiele ist davon überzeugt, dass die Anbieter aus den Erfahrungen gelernt haben. Die Anpassung der Automaten liege allerdings in der Verantwortung der Automatenbetreiber. Die hatten nun neun Monate Zeit ihre Geräte umzustellen und konnten sich dafür neue Scheine von den nationalen Notenbanken ausleihen. Dass einzelne Betreiber die Umstellung nicht rechtzeitig ab schließen, könne die Bundesbank aber nicht aus schließen, so Thiele.

Die neuen Zehner zählen zur zweiten Generation an Euro-Banknoten, die seit vergangenem Jahr schrittweise eingeführt wird. Sie soll vor allem sicherer gegen Fäl schungen sein. Wie beim Fünf-Euro-Schein bleiben auch bei dem Zehner das Design und die Bildelemente weitestgehend gleich. Allerdings ist der Schein etwas dicker, schwerer und farbenfroher als sein Vorgänger. Außerdem ist die Banknote mit einer schmutzabweisenden Lackierung versehen. Davon verspricht sich die Europäi sche Zentralbank eine längere Haltbarkeit.

Zwanziger und Fünfziger sollen folgen

Bundesbank-Vorstandsmitglied Thiele geht davon aus, dass sich die neuen Scheine ra sch verbreiten werden. Bei der neuen Fünf-Euro-Banknote habe es "nicht einmal drei Monate gedauert, bis die Anzahl der bei der Bundesbank täglich eingezahlten Banknoten der Europa-Serie über der vergleichbaren Zahl an eingezahlten Banknoten der ersten Serie lag.“

In aufsteigender Reiheinfolge sollen in den kommenden Jahren auch die 20-, 50-, 100-, 200- und 500- Euro-Scheine in einer überarbeiteten Variante herauskommen. sch

So erkennen Sie echte Scheine:

Die von der ersten Euro-Serie bekannte manuelle und visuelle Echtheitsprüfung ("Fühlen–Sehen–Kippen") funktioniert auch beim neuen Schein. Im Wasserzeichen und Hologramm er scheint ein Porträt der Europa. Außerdem weisen die neuen Banknoten eine Smaragdzahl auf, die ihre Farbe beim Kippen des Geld scheins von Smaragdgrün zu Tiefblau verändert.