Rente Deutsche in Sorge um die Rente

Die weitere Entwicklung der Rente beunruhigt viele Deutsche immer mehr. Nach einer repräsentativen Umfrage befürchten mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie in Zukunft erst mit 69 in Rente gehen können. Angesichts der beruflichen Belastung unter der heute viele Arbeitnehmer stehen, könne dieses Renteneintrittsalter kaum erreicht werden, wie die Umfrageergebnisse ergaben.

Viele Deutsche wollen nicht bis 69 arbeiten müssen. Pläne, das Renteneintrittsalter zu erhöhen, lehnen nach einer repräsentativen Umfrage die meisten der Befragten ab. - © Perry/Fotolia

Die Rentenentwicklung in Deutschland steht im Zeichen des demografischen Wandels und befindet sich daher politisch auf dem Prüfstand. Um die Sozialversicherungssysteme in Balance zu halten, diskutieren die Regierungsverantwortlichen im Deutschen Bundestag über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. Weil es bei einer wachsende Anzahl von Rentnern, eine sinkende Zahl an berufstätigen Beitragszahlern gibt, gerät das Umlageverfahren immer weiter in Schieflage.

Die Rente ist für viele Deutsche nicht mehr sicher

Die Sorge der Deutschen bald erst mit knapp 70 Jahren in den Ruhestand zu gehen, ist daher nicht unbegründet. Im Durchschnitt wollen die Befragten aber am liebsten bereits mit 63 Jahren in Rente gehen. Begründen tun sie dies mit den gestiegenen Belastungen am Arbeitsplatz, die einen Renteneintritt mit 69 Jahren kaum möglich machen. Auch der finanzielle Aspekt spielt eine nicht minder wichtige Rolle. So fragen sich viele Arbeitnehmer, ob die Rente später überhaupt zu einem gewissen Lebensstandard reicht. Nur ein Drittel der Befragten glaubt, dass alleine die gesetzliche Rente ihre Existenz sichere. Drei von vier Befragten teilen die Sorge, dass die Kombination aus gesetzlicher Rente und privater Altersvorsorgen nicht mehr ausreicht.

Rentenreformen ein wichtiger Schritt

Die Sicherung des Rentenniveaus halten 53 Prozent der Befragten bei zukünftigen Rentenreformen für zwingend notwendig. Fast jeder Dritte (29 Prozent) will indes keine Erhöhung des Renteneintrittsalters. Ferner ergab die Umfrage, dass 15 Prozent der Befragten eine Anhebung des Rentenbeitragssatzes nicht begrüßen würden.  dhz/dapd