Eine "Crazy Kuh", Schreiner Johannes Pöschl und Comedian Simon Gosejohann, das sind die Hauptdarsteller des 7. "Super-Könner"-Films, der seit heute online ist. Die Deutsche Handwerks Zeitung blickte beim Filmdreh in Köln hinter die Kulissen.
Daniela Lorenz
Stirnrunzelnd blickt Johannes Pöschl zur Uhr. Simon verspätet sich. – Mit dieser Szene beginnt der 7. "Super-Könner"-Film, der jetzt online ist .
Gedreht wurde in einer Werkstatt des Bildungszentrums der Handwerkskammer zu Köln mit einem zwölfköpfigen Team. Drei Kameras waren im Einsatz. "Der Dreh bisher war gut, ich freue mich sehr über Johannes, der eine wahnsinnig natürliche Art hat, die die Zuschauer begeistern wird. Seine urbayerische Mundart ist sehr unterhaltsam", sagt Gosejohann, der Profi vor der Kamera, in einer Drehpause. Damit jeder jeden versteht, bekommen beide – ob Bayer oder nicht – Untertitel.
Zusammen bauen sie die "Crazy Kuh", eine Zapfanlage aus Holz, die Johannes Pöschl, der Profi an der Werkbank, entworfen hat. Das Besondere: Gezapft wird aus dem Euter der Holzkuh und dabei ertönt ein lautes "Muuh". Die Mechanik hat Johannes Pöschl selbst ausgetüftelt und mit der ganzen Erfindung den "Super-Könner"-Wettbewerb und den Filmdreh mit Simon gewonnen.
Für den 23-Jährigen aus Nußdorf am Chiemsee ist es eine neue Erfahrung, vor der Kamera zu stehen: "Es ist etwas ganz anderes, wenn zehn Leute um dich rumstehen und nur darauf achten, wie alles abläuft. Am Anfang war es ein bisschen ungewohnt, aber alles hat super funktioniert."
"Johannes ist ein Naturtalent"
Mucksmäuschenstill ist es am Set, wenn die Klappe gefallen ist, alle sind konzentriert, trotzdem ist die Stimmung entspannt. "Johannes ist ein Naturtalent. Er ist so wie er ist, das macht sich vor der Kamera wahnsinnig gut", lobt Gosejohann, der im Film als "Crazy Cowboy" auftritt.
Jede Szene wird mehrmals wiederholt, bis Regisseur Mirko Dreiling zufrieden ist. Kameraeinstellungen, Licht und Requisite werden auf die Szenen angepasst. Wenn es handwerklich ans Eingemachte geht, greift Johannes Pöschl lieber selbst zu und sägt die Einzelteile der Zapfanlage aus.
Bei diesen Arbeiten hält sich Simon Gosejohann zurück: "Ich versuche mich ja immer als großer Helfer, bekomme aber nur leichte Aufgaben, die jeder kann. Dabei habe ich inzwischen einen ganz guten Einblick in das Handwerk bekommen. Ganz so sehr die ,linke Hand‘ bin ich gar nicht mehr." So sieht das auch Johannes Pöschl: "Handwerklich hat er nicht allzu viel machen müssen. Aber was er in die Hand genommen hat, funktionierte auch."
Wenn Johannes Pöschl nicht vor der Kamera steht, arbeitet er in der Schreinerei Franz Schroll in Chieming. Zurzeit bereitet er sich auf die Meisterprüfung vor und will im September seinen Meister in der Tasche haben. Die "Crazy Kuh" findet übrigens ihr neues Zuhause beim Burschenverein Nußdorf und wird demnächst auf einer Party eingesetzt. "Das wird dann der erste richtige Belastungstest", so der stolze Erfinder.
Der Film zur "Crazy Kuh" mit Johannes Pöschl und Simon Gosejohann ist ab 18. Februar auf handwerk.de/super-koenner zu sehen.