Kapitalanlage Beim Immobilienkauf auf regionale Anbieter setzen

Egal ob man das Haus oder die Wohnung selbst nutzen möchte oder als Kapitalanlage: Wer eine Immobilie kaufen will, sollte sich einen Partner mit einem guten Renommee suchen. Wie Sie unseriöse Angebote erkennen können, erfahren Sie hier.

Wer eine Immobilie kaufen will, sollte sich einen serösen Partner suchen. - © Eisenhans/Fotolia

Vor allem sollte vorab der Partner gründlich ausgewählt werden, empfiehlt Balek. "Meist reicht es nicht aus, lediglich im Internet nach Erfahrungsberichten zu den jeweiligen Unternehmen zu suchen. Diese sind nur bedingt zuverlässig."  Sinnvoller sei es, Referenzobjekte des Bauträgers zu besichtigen.

Unseriöse Anbieter erkennt man laut dem  Chefprojektentwickler der Euro Grundinvest  oft daran, dass sie Interessenten zeitlich unter Druck setzen, zum Beispiel wenn Käufer dazu genötigt werden , gesetzliche Fristen bei der Vertragsunterzeichnung zu umgehen.

Preise und Mieten vergleichen

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte daher darauf achten, dass er den  Vertragsentwurf mindestens 14 Tage vor dem Notartermin vorgelegt bekommt.  

Skepsis ist ebenfalls geboten bei sogenannten "Schnäppchen". Anzeigen, mit solchen und ähnlichen Reizworten, wollen meist nur eine angeblich hohe Nachfrage suggerieren. Interessenten sollten sich immer einen groben Marktüberblick verschaffen – entweder über das Internet oder die Tagespresse.

Blanke warnt auch vor All-Inclusive-Angeboten. Auch wenn es zunächst verlockend und bequem klinge, die Finanzierung gleich mit über den Bauträger abzuwickeln, lohne sich der Gang zur Bank meist doppelt.

Transparente Verträge

Die Hausbank prüft das Finanzierungsvorhaben nochmals kritisch und der der harte Wettbewerb auf dem Finanzmarkt sorge derzeit für viele günstige Angebote.  "Darüber hinaus gibt es Fälle, bei denen Betrüger Kreditinstitute mit falschen Angaben zum Einkommen der Kreditnehmer getäuscht haben", weiß Balek. "So kam zwar zunächst eine Finanzierung zustande. Später konnten jedoch die unwissenden Immobilienkäufer die Darlehensraten nicht mehr zahlen."

In den Verträgen sollten Leistungen und Kosten detailliert und transparent aufgeschlüsselt werden. Für die Bauherren muss klar ersichtlich sein, was sie kaufen und wofür Sie wie viel zahlen.

Unseriöse Anbieter verstecken überhöhte Provisionen und Nebenkosten oft im Kaufpreis. "Notarkosten und Grunderwerbssteuer müssen ebenso wie die Maklercourtage eindeutig aufgeschlüsselt sein", sagt Balek. "Dabei beträgt die Provision für Käufer in Bayern beispielsweise nicht mehr als 3 Prozent des Kaufpreises, zuzüglich Mehrwertsteuer ."  Der Kauf vom Bauträger ist meist provisionsfrei. dhz