Skandale wie den um Ex-Bundespräsident Wulff und Schicksale wie der Niedergang von Opel Bochum waren die meistgesuchten Themen des Jahres auf Google. Auf Facebook geht es dagegen unbekümmerter zu - dort wurden hauptsächlich Fußball- und Popstars thematisiert.
Zum Wort des Jahres 2012 wurde "Rettungsroutine" erkoren - ein Wort, dass wohl kaum jemand in dem Jahr in den Mund genommen hat. Näher an der Lebenswirklichkeit und an dem, was die Menschen beschäftigt, sind da schon die üblichen Google- und Facebooklisten des Jahres.
Auf diesen Seiten zeigt sich, was 2012 wirklich los war: "EM 2012" und "Dirk Bach", "Olympia" und "Felix Baumgartner" zählen zu den wachstumsstärksten Suchbegriffen der Deutschen auf Google. Bei Facebook, ein Netzwerk eher für Jüngere, führen die Begriffe „BVB“ und “Berlin Tag & Nacht” (letzteres ist eine TV-Sendung).
Gesucht: Wulff und Opel
Politiker: Der am häufigsten gesuchte deutsche Politiker bei Google war 2012 Christian Wulff. Der Christdemokrat trat am 17. Februar von seinem Amt als Bundespräsident zurück. Die weiteren Plätze bei den Politikern belegen Angela Merkel, Peer Steinbrück und Joachim Gauck.
Automarken: Hier stehen nicht etwa die Großen - Volkswagen oder Mercedes - in der Pole-Position, sondern Opel. Dies hat aber auch mit der angekündigten Schließung des Bochumer Werks und vieler anderer Probleme der GM-Marke zu tun. Auf Rang zwei liegt in dieser Kategorie BMW, an drei Audi.
Unterhaltungselektronik: So richtig im Kommen ist das Samsung Galaxy S3, das Smartphone ist unter den Suchanfragen mit dem größten Wachstum auf Rang fünf. Auf Platz sieben folgt das iPad 3
Reiseziele: Im Jahr der Olympischen Spiele und der Paralympics steht London ganz oben als Suchziel. Dahinter: NewYork, Paris, Barcelona und Mallorca.
Facebook - jung und unbekümmert
Facebook hat im Dezember seinen Facebook-Trendreport veröffentlicht: Nur drei Schlagwörter: Christiano Ronaldo, Deichkind ("Leider geil") und "Berlin Tag und Nacht" waren die heißesten Themenseiten des Jahres. Grundlage für die Statistik ist die Anzahl der Statusmeldungen, die zu jedem der Themen gepostet wurde.
Die Top Ten ist gut gefüllt mit Fußball und Popstars. Es zeigt: Soziale Netzwerke sind hierzulande jung und unpolitisch. dhz
