BKA warnt vor "20-Euro-Blüten" So erkennen Sie Falschgeld

Viele Deutsche bezahlen kleine Beträge heute immer noch in bar. So sind es laut Bundeskriminalamt auch die 20- und 50-Euro-Scheine, die am häufigsten gefälscht werden. Vor Münzen und Banknoten mit sehr hohem Wert schrecken die Fälscher eher zurück. Diese Tipps helfen, Falschgeld zu erkennen.

Das BKA warnt vor gefälschten 20-Euro-Scheinen. Sie sind das meist verbreitete Falschgeld. - © Thomas Vogt/Fotolia

Im vergangenen Jahr hat das Bundeskriminalamt (BKA) in Deutschland 54.427 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Sie wurden sowohl bei Handel, Banken und Gewerbe festgestellt als auch  durch polizeiliche Maßnahmen sichergestellt. Insgesamt stellt dies einen Rückgang von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.

20-Euro-Scheine im Visier der Fälscher

Der Nennwert des Falschgelds lag bei 6,5 Millionen Euro und hat sich ganz unterschiedlich auf die verschiedenen Geldwerte verteilt. So entfielen ungefähr zwei Drittel der Fälschungen zu gleichen Teilen auf die 20-Euro und die 50-Euro-Banknoten. Da im Jahr 2010 die 50-Euro-Banknote noch die am häufigsten sichergestellte "Blüte" war, haben die Fälscher ihr Augenmerk nun stärker auf 20-Euro-Scheine gelegt.

Bei den Münzen sind es dagegen vor allem die Zwei-Euro-Stücke, die den Großteil der Fälschungen ausmachen. 75 Prozent aller gefälschten Münzen hatten 2011 diesen Wert, wobei das Aufkommen falscher Euro-Münzen insgesamt zurückgeht. Es macht nur zwei Prozent und damit rund 90.000 Euro des Nennwertes des Falschgeldes in Deutschland aus.

Nach Angaben des BKA stammten die qualitativ hochwertigen Fälschungen überwiegend aus Süd- und Osteuropa mit Schwerpunkt Italien. 

Wie Sie "Blüten" erkennen

Um Falschgeld zu erkennen hat die Bundesbank Tipps zusammengestellt. Sie weist darauf hin, dass man Geldnoten trotz des Rückgangs stets aufmerksam prüfen sollte, da es für Falschgeld keinen Ersatz gibt.

Dabei sollte man mehrere Sicherheitsmerkmale zusammen betrachten, denn die Sicherheit liegt im Zusammenspiel der verschiedenen Merkmale:
  • Auf der Vorderseite der Banknoten kann man zum Beispiel fühlen, dass Teile der Schrift erhaben sind.
  • Im unbedruckten Bereich des Geldscheines kann man das Wasserzeichen in Durchsicht erkennen.
  • Die Hologrammelemente verändern sich beim Kippen der Banknote.
  • Bei Scheinen bis 20 Euro kann man den Perlglanzstreifen beim Kippen der Note überprüfen, bei Scheinen ab 50 Euro den Farbwechsel der rechten Zahl.
Wenn man eine verdächtige Banknote prüft, sollte man immer einen zweifelsfrei echten Schein zum Vergleich nehmen, zum Beispiel aus einem Geldautomaten. Hilfsmittel wie Lupen, Prüfstifte oder UV-Lampen sind nicht immer eindeutig, deswegen sollte man zusätzlich noch weitere Sicherheitsmerkmale hinzuziehen.

Wenn Sie Falschgeld entdecken, müssen Sie sofort die Polizei benachrichtigen. Die Bundesbank weist darauf hin, dass sich jeder auch bei der Weiter- oder Rückgabe von Falschgeld strafbar macht. dhz

Weitere Tipps zum Erkennen und zum Umgang mit Falschgeld gibt es hier.