1924 wurde der Weltspartag ins Leben gerufen, um den Menschen das Sparen näher zu bringen. Denn das war nach der Geldentwertung von 1923 bei den Menschen nicht sehr beliebt. Angesichts niedriger Zinsen haben es Sparer heute schwer. Wer dennoch sparen möchte, sollte einige Grundregeln beachten.
2011 sparten die Deutschen 10,4 Prozent ihres Einkommens. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken sank damit die Sparquote im vergangenen Jahr leicht. Doch im internationalen Vergleich ist die Quote in Deutschland immer noch hoch. Von 100 Euro Verdienst legen die Bundesbürger immerhin 10,40 Euro zurück. Am Weltspartag bringen vor allem Kinder ihr Geld zur Bank. Denn auf sie warten dort traditionell kleine Geschenke.
Angesichts von Finanz- und Staatschuldenkrise sowie niedrigen Zinsen ist das Sparen zurzeit nicht einfach. Denn wer sein Geld in deutsche Staatsanleihen steckt macht nach Abzug der Geldentwertung Verlust, die Renditen der Lebensversicherungen sind im Sinkflug und Sparbücher werfen angesichts niedriger Zinsen so wenig ab, sodass das Geld der Sparer auf dem Sparbuch unterm Strich an Wert verliert.
Investitionen in Betongold
Aus Angst vor Inflation und niedrigen Zinsen investieren viele Sparer ihr Geld in Immobilien. 2011 legten die Bundesbürger 43,2 Milliarden Euro in Sachanlagen an, das waren elf Milliarden mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist besonders auf zunehmende Investitionen privater Haushalte in Wohnimmobilien zurückzuführen.
Sparer sollten Vermögen streuen
Wer sein Geld nicht ausgeben und trotz niedriger Zinsen sparen möchte, dem raten Verbraucherschützer, sich breit aufzustellen. So sollte das Vermögen auf verschiedene Anlagearten in unterschiedlichen Ländern gestreut werden. Das ist zum Beispiel mit Aktien oder Indexfonds möglich. Zudem ist das Tilgen von Schulden meist profitabler, als Geld in neue Anlagen zu stecken. Sparer können sich gegen Gebühr individuell bei den Verbraucherzentralen beraten lassen. dapd/aml
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