Gesetzentwurf Altersgerechter Umbau: Wohn-Riester soll flexibler genutzt werden können

Die Bundestagsfraktionen von Union und FDP planen, den altersgerechten Umbau von Wohnungen stärker zu fördern. Der Bundestag hat dazu über einen Entwurf eines Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz beraten. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, die Wohn-Riester-Förderung auszuweiten und flexibler zu gestalten.

Zukünftig soll auch der Umbau zum barrierefreien Wohnen über den Wohn-Riester gefördert werden. - © N-Media-Images - Fotolia

Bei der Altersvorsorge in Form selbst genutzten Wohneigentums ("Wohn-Riester") sieht der Entwurf unter anderem Vereinfachungen bei der Entnahme von gefördertem Altersvorsorgekapital vor.

So soll zukünftig die jederzeitige Kapitalentnahme für selbst genutztes Wohneigentum in der Ansparphase möglich sein. In die Eigenheim-Rentenförderung soll künftig auch der Umbau zu einer barrierefreien Wohnung gefördert werden.

Förderung von barrierefreiem Wohnen

Voraussetzung dafür soll sein, dass sich die Kosten mindestens auf 6.000 Euro belaufen und innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach der Anschaffung oder Herstellung der selbstgenutzten Wohnung entstanden sind, oder die Gesamtkosten mindestens 30.000 Euro betragen.

Außerdem muss in beiden Fällen durch einen Sachverständigen bestätigt werden, dass mindestens 50 Prozent der Investitionskosten für barrierefreie Umbaumaßnahmen genutzt werden.

Auch die vorgesehene geringere Verzinsung des entnommenen Kapitals auf dem sogenannten Wohnförderkonto steigere die Attraktivität der privaten Altersvorsorge, so Haus & Grund. "Zusammen mit der jüngst beschlossenen Erhöhung der KfW-Mittel für den altersgerechten Umbau ist dies ein wichtiger Schritt, um privaten Eigentümern die Modernisierung ihrer Wohnung zu erleichtern", sagt Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann.

Nach den Plänen der Koalition sollen im Rahmen des KfW-Programms zum altersgerechten Umbau ab 2013 wieder direkte Zuschüsse zu Investitionen in den altersgerechten Umbau gewährt und hierfür insgesamt 20 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt werden, berichtet Haus & Grund. dhz

Den Gesetzentwurf finden Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums als PDF. Entwurf zum Altersvorsorgeverbesserungsgesetz.