Jeder sehnt sich nach dem, was ihn glücklich macht. Während einige ihr Leben lang nach dem Glück suchen, wohnt der andere schon dort. Frei nach dem Motto: "Lebst Du schon oder wohnst Du noch?" So hat die neue Studie "Glücksatlas 2012" ermittelt, wer, wo und unter welchen Voraussetzungen in Deutschland am zufriedensten sein kann.

Im Auftrag der Deutschen Post AG untersuchte das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid die gesellschaftlichen und lokalen "Glücksinseln" in Deutschland. Ein Schwerpunkt der Forschung ging der Frage nach, wie zufrieden die Großstadtbewohner der Republik sind. Dazu befragten die TNS Emnid 300 repräsentativ ausgesuchte Bürger in 13 deutschen Großstädten. Daraus resultierend ergab sich ein Ranking, das Stärken und Schwächen der Metropolen ausweist.
Glücksmetropole Hamburg
Neben den klischeehaften Kriterien wie Wirtschaftsstandort, Verkehrsinfrastruktur und kulturellen Angeboten, punktete Hamburg, laut Auskunft der Befragten, zudem noch mit seiner Wasser- und Luftqualität. Von 100 möglichen Basispunkten erreichte die Hansestadt 84. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Städte Düsseldorf und Dresden.
Viele Großstadtbürger bemängeln jedoch "das unterentwickelte Zusammengehörigkeitsgefühl, die Angebote für Kinder und Familien sowie die Qualität der öffentlichen Verwaltung". Schlusslicht des Rankings bildet hierbei die Stadt Essen mit 69 Punkten.
Grundstimmung der Deutschen stimmt
Trotz den täglichen Nachrichten über die krisengebeutelten Schuldenstaaten in Europa sind die Bundesbürger nicht wesentlich unzufriedener. Das Gegenteil ist sogar der Fall: So verbesserte sich die allgemeine Lebenszufriedenheit der Deutschen noch. Deutschland erreichte auf einer Skala von 0 ("ganz und gar unzufrieden") bis 10 ("ganz und gar zufrieden") 7,0 Punkte, was im europäischen Vergleich einen Vorstoß von Platz 15 auf 9 bedeutet.
Bestand zwischen den alten und neuen Bundesländern lange noch eine "unglückliche" Lücke, so verringerte sich die Differenz in Folge von gesunkener Arbeitslosigkeit und dem Anstieg der Reallöhne im Osten auf nur noch 0,2 Punkte.
Vertrauen als Glücksmotor
Der "Glücksatlas 2012" förderte eine bemerkenswerte Erkenntnis zu Tage: Wer "Vertrauen zu Mitmenschen" besitzt, ist deutlich zufriedener. So gaben 60 Prozent der Deutschen an, ihrem sozialen Umfeld "eher" oder "voll zu vertrauen".
Auch in puncto innerer Sicherheit, die bei den Untersuchungen zum Glücksempfinden ebenfalls eine zentrale Rolle gespielt hat, fühlen sich die Bundesbürger zu 20 Prozent "sehr sicher" und zu 70 Prozent "sicher".
Geld beruhigt
Geld garantiert eine bessere Gesundheitsversorgung und die Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen, was wichtige Grundvoraussetzungen von Glück darstellen. Wer Geld jedoch verliert, ist stärker unzufrieden, als eine Gehaltserhöhung im Umkehrfall das persönliche Glücksempfinden steigert.
Beschäftigungsverhältnis und Alter als Glücksformel
Die Kombination aus Alter, Familienstand und der Art des Beschäftigungsverhältnisses scheinen nach den Erkenntnissen der Umfrageergebnisse der goldene Schlüssel zum Tor der Glückseligkeit zu sein. Stimmt zwischen diesen Faktoren die Chemie, so ist die Chance glücklich zu sein, überdurchschnittlich hoch: Wenn Sie also in Hamburg wohnen, einer unbefristeten Tätigkeit nachgehen, verheiratet und um die 50 Jahre alt sind, weder arm, noch reich leben und sich in ihrer Wohngegend sicher fühlen, dann darf man Sie zu ihrem Leben wahrlich nur noch beglückwünschen.
fl