Hochschule Immer mehr Meister studieren

Der Weg an die Hochschule muss nicht zwangsläufig über das Abitur führen. An den Universitäten schreiben sich immer mehr Hochqualifizierte mit anderen Abschlüssen, wie etwa dem Meister ein.

Uniabsolventen mit vorhergehendem Berufsabschluss sind keinen Seltenheit mehr. - © raven - Fotolia

In den vergangenen fünf Jahren verdoppelte sich annähernd der Anteil der Studienanfänger, die über einen Meistertitel oder einen anderen hochqualifizierten Berufsabschluss ihre Hochschulreife erlangen. Mit 2,1 Prozent ist der Anteil an allen Studenten aber immer noch relativ gering, wie aus einem Bericht des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hervorgeht.

Das Forschungsinstitut führt die erfreuliche Entwicklung in erster Linie auf erleichterte Zugangsbedingungen und die Einrichtung von spezifischen Studienangeboten für Studienanfänger ohne Abitur zurück. Beispielsweise könnten sich Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung mittlerweile in allen Bundesländern für ein Studienfach bewerben, das einen inhaltlichen Bezug zum Beruf aufweise.

Allerdings gebe es trotz der übergreifenden Verbesserungen in allen Bundesländern sehr viele Detail- und Ausnahmeregelungen, kritisiert das CHE. Studierwillige ohne Abitur müssten sich entsprechend intensiv "durch den Dschungel der Verordnungen wühlen", um über die Sonderkonditionen in den Bundesländern im Bilde zu sein.   sg/dapd