Pflegebedürftigkeit wird häufig erst im Alter akut. In zwanzig Jahren werden rund 3,4 Millionen Menschen betroffen sein. Wer sich jedoch dann erst um die Finanzierung kümmert, muss mit hohen Kosten rechnen.

Pflegebedürftigkeit kann vor allem im Alter jeden treffen. Wer in einem Heim stationär versorgt werden muss, zahlt schnell 3.000 Euro im Monat. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt Sätze zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Hat ein Versicherter nicht zusätzlich vorgesorgt, werden häufig die Angehörigen zur Kasse gebeten. Wer spät eine private Pflegezusatzversicherung abschließt kann abgelehnt werden oder zahlt je nachdem hohe Zuschläge.
Auch das Bundesgesundheitsministerium rät zur privaten Zusatzversicherung, um den Eigenanteil abzudecken. Diese Möglichkeiten gibt es:
- Pflegerentenversicherung: Eine private Pflegeversicherung kann als Pflegerentenversicherung angelegt sein. Wer pflegebedürftig wird, bekommt je nach Hilfsbedürftigkeit eine monatlichen Rentensatz ausgezahlt.
- Pflegekostenversicherung: Diese Versicherung übernimmt je nach Tarif einen Teil oder die kompletten Restosten, die nach Vorleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung übrig bleiben. Für alle Erstattungen müssen die Versicherten einzelne Nachweise erbringen.
- Pflegetagegeldversicherung: Unabhängig von den tatsächlichen Kosten zahlt diese Versicherung bei Nachweis der Pflegebedürftigkeit einen bestimmten Tagessatz aus.
Beispielrechnung zeigt die Unterschiede
Nach einer Beispielrechnung der Nachrichtenagentur dapd zeigen sich die Unterschiede beim Abschluss in frühen und in späteren Jahren: Danach ist der Abschluss einer private Pflegezusatzversicherung in jungen Jahren deutlich günstiger:
Ein 30-jähriger Mann zahlt heute monatlich für eine Pflegetagegeld-Versicherung etwa 16 Euro. Bis zum 60. Geburtstag hätte er 5.600 Euro bezahlt, wenn die Beiträge stabil blieben. Ein 50-Jähriger zahlt einen Monatsbeitrag von gut 50 Euro - und hat damit bis zum 60. Geburtstag knapp 6.000 Euro gezahlt. dapd