Viele Immobilienkäufer überschätzen ihr handwerkliches Geschick. Das berichtet das Immobilienportal "immowelt.de". Bei einer Umfrage unter Immobilienmaklern zu den drei häufigsten Fehlern bei der Finanzierung landete die Einschätzung der Eigenleistung auf dem dritten Platz. Häufiger genannt wurden nur die Überschätzung der finanziellen Ressourcen und die falsche Einschätzung des Renovierungsbedarfs.
Der "Marktmonitor 2012", den "immowelt.de" im Zusammenarbeit mit der Hochschule Nürtingen-Geislingen herausgibt, ermittelte, dass 28 Prozent der Makler das häufigste Problem in der Überschätzung der finanziellen Möglichkeiten sehen. Wer sich über sein Budget nicht im Klaren sei, ziehe leicht Objekte in Erwägung, die über den eigenen finanziellen Verhältnissen liegen.
Oft würden auch Renovierungs- und Sanierungskosten beim Kauf einer Immobilie nicht nüchtern genug betrachtet. 24 Prozent der Makler glauben, dass ihre Kunden häufig nicht wahrhaben wollen, mit welchen zusätzlichen Summen Renovierungsarbeiten zu Buche schlagen. Wer sich einmal in ein Objekt verliebt habe, verschließt gern die Augen vor den Fakten.
Ein häufiger Fehler, der sich aus dem Sanierungsbedarf ergibt, ist die Einschätzung der eigenen handwerklichen Fähigkeiten. Denn um bei den Renovierungskosten zu sparen, möchten viele Käufer einen Teil der Arbeiten selbst erledigen. Doch der "Do-it-yourself"-Gedanke erweise sich oft als Irrweg. Nicht immer reichten die verfügbare Freizeit und die handwerklichen Fähigkeiten wirklich zur effektiven Durchführung der Renovierung aus, schreibt "immowelt.de". 20 Prozent der Makler glauben, dass ihre Kunden ihre Möglichkeiten zur Eigenleistung überschätzen. dhz
Die drei häufigsten Fehler von Eigenheimkäufern nach Ansicht der Makler:- Überschätzt seine finanziellen Möglichkeiten, meinen 28 Prozent
- Unterschätzt den Renovierungs-/Sanierungsaufwand, meinen 24 Prozent
- Überschätzt seine Möglichkeit, Eigenleistung einzubringen, meinen 20 Prozent.