Arbeitsunfälle Die gefährlichsten Handwerksberufe

Die Zahl der Arbeitsunfälle ist zwischen 2001 und 2010 stark gesunken. Dennoch starben im Jahr 2010 in Deutschland 238 Menschen bei der Arbeit. Jeder Zehnte war Konstruktionsmechaniker. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat die Ursachen für tödliche Arbeitsunfälle zwischen 2001 und 2010 untersucht.

17 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle passieren auf dem Bau. - © Petitonnerre44 BZH/Fotolia

Das typische Unfallopfer ist ein männlicher Arbeiter, 44 Jahre, der seit mehr als drei Jahren in einem Betrieb mit weniger als 250 Beschäftigten arbeitet.

Laut der Untersuchung leben vor allem diese Handwerker gefährlich:
  • Konstruktionsmechaniker,
  • Maurer,
  • Feuerungs- und Schornsteinbauer,
  • Dachdecker.
Häufigste Ursache bei tödlichen Unfällen seien Stürze, Stöße und Quetschungen. Über den betrachteten Zeitraum von zehn Jahren hätten mehr als zehn Prozent der Todesfälle durch eine adäquate Persönliche Schutzausrüstung (PSA) verhindert werden können, zeigt die Untersuchung. Verheerend ist, dass in mehr als der Hälfte dieser Fälle die gestellte Schutzausrüstung vom Arbeitsnehmer schlichtweg nicht benutzt worden sei.

Der Grund für einen tödlichen Unfall war meistens der unsachgemäße Gebrauch von Arbeitsmitteln und der Aufenthalt in Gefahrenbereichen oder die Benutzung unzulässiger Verkehrswege. Besonders bei Stürzen waren unzureichende Sicherheitsvorkehrungen und sicherheitstechnische Mängel ein Problem. Besonders gefährlich leben Beschäftigte im Hoch- und Tiefbau. 17 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle ereigneten sich im Baugewerbe. Ratgeber zur Vermeidung von Unfällen bei Bauarbeiten stellt die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hier und die Berufsgenossenschaft Holz und Metall hier zur Verfügung. cg