Wanderschuhe im Test Ein Modell marschiert voraus

Das Bergmagazin "Alpin" testete Wanderschuhe: Nur Ein Modell überzeugte restlos und erfüllte alle Kriterien.

Zu jeder Wanderausrüstung gehört der passende Wanderschuh. - © Andreas Haertle/Fotolia

Wanderschuhe finden sich in jedem Bergsteiger-Haushalt. Sie schließen die Lücke zwischen leichtem Wanderschuh und dem regelrechten, f esten Bergschuh. Dass es aber nicht so einfach ist, einen Wanderschuh ohne Schwächen zu konstruieren, zeigt der Wanderschuht est d es Bergmagazins "Alpin". Zehn T ester probierten zwölf Wanderschuh-Modelle aus und der orthopädische Schuhmachermeister Stefan Riedl nahm anschließend alle Schuhe nochmal genau unter die Lupe.

Die T estkriterien: Alle Schuhe wurden auf einer geeichten Waage nachgewogen. Danach wurden die Schuhe von insg esamt zehn T estern probegetragen. Zusätzlich gab es einen zentralen T esttermin, bei dem die Schuhe in einem Rechts-links-Vergleich über eine f estgelegte Strecke gegangen wurden. Als letzten Schritt wurden sie aus orthopädischer Sicht beurteilt.

Das Ergebnis: Nur ein Modell b estand den harten T est der Zeitschrift ohne Beanstandungen. "Bei allen anderen gab es, wenn auch mitunter nur Kleinigkeiten, etwas auszusetzen", so "Alpin"- Chefredakteur Bene Benedikt. Als T estsieger ging der "Air Revolution 2.3" von "Meindl" hervor. Hier gab es keinen Grund zum Meckern. Er erfüllte alle Anforderungen, ist sehr gut verarbeitet und passt sich hervorragend dem Fuß an. Der "Omega Brown" von "La Sportiva" überzeugte die T ester durch eine gute Passform und ist sowohl außen als auch innen aus echtem Leder. Allerdings bekommt der Schuh Punktabzüge wegen ein es zu weichen und zu niedrigen Schafts. Für sein gut es Preis-Leistungsverhältnis wurde der "All Terrain Hi" von "Jack Wolfskin" ausgezeichnet. Er bietet viel Komfort, ist aber von der Verarbeitung nicht an vorderster Stelle. Der "Altai GX" von "Hanwag" rollt zwar b esonders gut ab, zeigte aber bei zwei von drei T estmodellen Falten im Gore-Innenfutter. Da fast alle T ester auf Anhieb mit dem Schuh zurechtkamen wurde er von "Alpin" für seine leichte Handhabung ausgezeichnet.

"Der teuerste Schuh", so ein weiter es Fazit der T ester, "muss nicht unbedingt der B este sein. Stefan Riedl empfiehlt, beim Kauf b esonders auf die Dämpfung d es Schuhs, die B eschaffenheit der Sohle sowie auf eine gute Schnürung zu achten. Der Schuhmachermeister b eschäftigt sich überwiegend mit Bergschuhen und rät zu einem ganz einfachen Entscheidungskriterium: "Ein Schuh muss passen." Riedl empfiehlt Kunden daher ausdrücklich im qualifizierten Fachhandel zu kaufen. Ein guter Verkäufer werde auf Mängel immer hinweisen. Bei der täglichen Arbeit sehe er oft Leute, die mit unpassenden Schuhen unterwegs sind.

Der T est "Wanderschuhe" erscheint im Heft 6 d es Bergmagazins "Alpin", das zurzeit im Zeitschriftenhandel zu haben ist. Weitere Informationen auch auf www.alpin.de . es