Baufinanzierung Bauzinsen sind auf Tiefpunkt

Wer derzeit bauen will, profitiert von äußerst niedrigen Zinsen. Nach Auskunft des Bundesverbandes deutscher Banken (BDB) liegt der durschnittliche Zins für ein Hypothenkendarlehen mit zehnjähriger Bindung bei etwa drei Prozent. Ein Bauvorhaben sollte dennoch nicht ohne ausreichendes Eigenkapital in Angriff genommen werden. Denn die Nebenkosten sind oft höher als man denkt.

Auch bei niedrigen Zinsen muss man beim Hausbau scharf kalkulieren. - © m.schuckart/Fotolia.com

Hypothekendarlehen sind derzeit mit zehnjähriger Zinsbindung je nach Bonität und Angebot für im Schnitt etwa drei Prozent zu haben. Davon hätten Bauherren nach Aussage des BDB früher nur träumen können. Vor gut zehn Jahren sei dieser Zins rund doppelt so hoch gewesen. Viele Banken böten Festzinskonditionen sogar für 15 und mehr Jahre an. Damit lassen sich die niedrigen Zinsen langfristig sichern.

Vorteil: Bei einer Zinsfestschreibung von über zehn Jahren kann der Schuldner das Hypothekendarlehen ohne Folgekosten nach zehn Jahren unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist kündigen, so der BDB. Die sonst bei Kündigungen übliche Vorfälligkeitsentschädigung – also das Entgelt für eine vorzeitige Rückzahlung des Darlehens – entfalle in diesem Fall. Die kreditgebende Bank sei dagegen an die vereinbarte Laufzeit gebunden.

Nebenkosten liegen schnell bei zehn Prozent des Kaufpreises

Der BDB gibt aber zu bedenken, dass die Entscheidung für ein Bauvorhaben nicht leichtfertig getroffen werden sollte. Trotz günstiger Finanzierungsbedingungen dürfe jenes grundsätzlich nicht zu knapp kalkuliert werden. Die Gefahr, sich bei der Erfüllung des Eigenheimwunsches zu übernehmen, sei bei unrealistischer Planung hoch. So müssten auch Kosten berücksichtigt werden, die im Kaufpreis nicht enthalten sind, zum Beispiel für Notar, die Grundbucheintragung, Grunderwerbsteuer, Umzugskosten und eventuell Makler. Diese Anschaffungsnebenkosten könnten schnell zehn Prozent und mehr des Kaufpreises erreichen. dhz