Stiftung Warentest bekommt Gelder Bundesregierung führt TÜV für Finanzprodukte ein

Mit 1,5 Millionen Euro jährlich wird die Stiftung Warentest um den Bereich Finanztest erweitert. Das haben die Spitzen der schwarz-gelben Koalition am Sonntag in Berlin beschlossen. Mit diesem unabhängigen Finanz-TÜV will die Bundesregierung verloren gegangenes Vertrauen der Verbraucher in die Finanzmärkte zurückgewinnen.

Die Risikoeinschätzung ist für die Finanzberatung besonders wichtig. Der Bereich Finanztest bei der Stiftung Warentest soll als eine Art Finanz-TÜV Produkte der Finanzmärkte zum Schutz der Verbraucher einordnen. - © Thomas Hammer/Fotolia.com

Ziel sei es, die unabhängige Beratung über Geldanlage und Altersvorsorge zu stärken. "Für die Auswahl des für sie richtigen Finanzprodukts brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher umfassende Informationen, aber auch das Handwerkszeug, um ein Übermaß an Informationen richtig einordnen zu können", betonte die Koalitionsrunde.

Vor vermeidbaren Verlusten schützen

Personell aufgestockt und mit neuen Aufgaben versehen soll die Stiftung Warentest künftig Geldanlagen in Produktkategorien einordnen sowie überprüfen, wie Anbieter den neuen Informationspflichten nachkommen. Damit sollen die Verbraucher bei Finanzprodukten vor "vermeidbaren Verlusten und fehlerhaften Finanzberatungen" geschützt werden. dapd