Umfrage von StepStone Viele Arbeitnehmer kennen Unternehmensstrategie nicht

Die Ziele des eigenen Unternehmens für 2012 sind jeder dritten Fach- und Führungskraft in Deutschland unbekannt. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Online-Jobbörse StepStone unter rund 4.800 Nutzern. Doch nur wer die Strategien seines Unternehmens kennt und nachvollziehen kann, kann an der Verwirklichung mitarbeiten.

Wohin steuert das Unternehmen? Und welche Ziele verfolgt der Chef gerade? Nur ein Arbeitnehmer, der die Strategien kennt, kann auch an der Umsetzung mitarbeiten. - © © Scanrail - Fotolia.com

33 Prozent der Befragten in Deutschland kannten den Unternehmensfahrplan, also Strategie und Ziele, für das laufende Jahr gar nicht. Mit 23 Prozent gab knapp jeder Vierte an, eine ungefähre Ahnung von der Unternehmensstrategie zu haben. 44 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte kennen dagegen den Kurs Ihres Arbeitgebers für 2012.

Betrachtet man die Zahlen für ganz Europa, so wissen im Schnitt 41 Prozent über die Unternehmensziele Bescheid. Besser als die deutschen sind demnach nur die niederländischen und österreichischen Mitarbeiter involviert. Hier kennen 49 beziehungsweise 46 Prozent Strategie und Ziele ihres Arbeitgebers. Am schlechtesten informiert sind Franzosen und Schweden.

Weniger Arbeitnehmer wissen Bescheid als noch 2006

Der Vergleich mit einer StepStone Umfrage aus dem Jahr 2006 zeigt, dass heute weniger Arbeitnehmer die Strategie ihres Unternehmens kennen. Vor sechs Jahren gaben noch 69 Prozent der befragten Deutschen und im Schnitt 68 Prozent der teilnehmenden Europäer an, ein klares Bild der Strategie ihres Arbeitgebers zu haben.

Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von StepStone Deutschland, rät Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu informieren: "Im Idealfall sollte jeder einzelne Mitarbeiter die definierten Unternehmensziele kennen. Für Unternehmen ist dies oft eine kommunikative Herausforderung. Doch es lohnt sich, Zeit und Mühe zu investieren, um die Ziele offen und für jeden verständlich zu vermitteln." Vor allem für Führungskräfte solle die Strategie nachvollziehbar sein und von ihnen mitgetragen werden. Dann stünden die Chancen gut, dass sie langfristig zum Erfolge führe. dhz