Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Verbraucherpreise im Oktober 2011 um 2,5 Prozent gestiegen, gleiches gilt für die Inflationsrate. Schuld sind vor allem die teureren Energiepreise.
Die Inflationsrate, die aus dem so genannten Verbraucherpreisindex errechnet wird, lag im Oktober 2011 bei 2,5 Prozent. Im September 2011 hatte die Inflation noch 2,6 Prozent betragen.
Auch im Oktober wurde die Inflationsrate wieder maßgeblich von der Preisentwicklung bei der Energie bestimmt. Diese verteuerte sich im Jahresvergleich insgesamt um 11,1 Prozent: Kraftstoffe wurden um 12,7 Prozent teurer, Haushaltsenergie um 10,3 Prozent. Auch die Preise für Umlagen der Zentralheizung und Fernwärme (+10,3 %), Strom (+7,0 %) und Gas (+6,5%) lagen weit über Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im Oktober 2011 nur bei +1,4 Prozent gelegen.
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent. Starke Preisanstiege gab es bei Speisefetten und –ölen (+14,7 %), aber auch bei Kaffee (+19,6 %) und Fruchtsäften (+13,6 %). Brot, Getreideerzeugnisse sowie Fleisch und Fleischwaren wurden jeweils um 4,3 Prozent teurer.
Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Oktober 2011 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent. Nur moderat stiegen binnen Jahresfrist die Preise für Dienstleistungen: um 1,1 Prozent. Auffällig war hier der Preisanstieg bei Flugtickets (+ 18,7 %), bedingt unter anderem durch die Luftverkehrsabgabe, die seit Beginn des Jahres erhoben wird. dhz
