Die Versicherungsgesellschaften ziehen das Beitragsniveau für die Kfz-Versicherung ab nächstem Jahr zum Teil kräftig an. Das ist das Ergebnis einer Telefonaktion des Bundes der Versicherten (BdV).

"Die Kfz-Versicherer haben die Beiträge nicht selten um 20 bis 30 Prozent angehoben. Da kann sich der Vergleich und Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnen“, sagt der BdV-Vorstansvorsitzende Axel Kleinlein. Bei vielen Kunden werde das Fahrzeug in eine schlechtere Regional- und/oder Typklasse eingestuft, hätten die Anrufer berichtet. Die Regionalklasse berücksichtigt die Schadensverläufe im Zulassungsbezirk (erkennbar am Kennzeichen des Fahrzeugs) oder Postleitzahlengebiet des Wohnortes. Die Typklasse richtet sich nach den Schadensverläufen des Fahrzeugtyps.
Jahrelanger ruinöser Wettbewerb
Aber auch unabhängig davon steigen die Beiträge ab 2012. Axel Kleinlein: "Die Kfz-Versicherer haben jahrelang einen ruinösen Wettbewerb betrieben. Eine Gesellschaft musste wegen finanzieller Schwierigkeiten ihr Geschäft in 2010 sogar einstellen. Das kann so nicht weiter gehen. Damit ist langfristig keinem Verbraucher geholfen.“
Sparen wollten einige Autofahrer auch durch eine Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes. Eltern, die ihren Rabatt an ihre Kinder weitergeben möchten, hätten sich nach den Voraussetzungen erkundigt. Nach Aussage der BdV-Experten müssen die Kinder das Fahrzeug überwiegend selbst gefahren haben. Zudem könnten die Kinder die günstigere Schadenfreiheitsklasse nur für den Zeitraum beanspruchen, für den sie ununterbrochen einen Führerschein besitzen.
"Viele Verbraucher informierten sich zur Kfz-Versicherung und nutzten unseren kostenlosen Versicherungsvergleich“, so BdV-Chef Axel Kleinlein. Der BdV bietet diesen Service auf seiner Internetseite unter bundderversicherten.de/kfzversicherungsvergleich an. Interessierte bekommen sofort die 15 günstigsten Tarife für ihr Auto angezeigt. All diese Gesellschaften erfüllen die Maßstäbe, die der BdV an gute Versicherungsbedingungen stellt.