Private Altersvorsorge für Ehegatten Riestern lohnt sich auch für Geringverdiener

In mehreren Fernsehbeiträgen wurde Geringverdienern in den letzten Wochen abgeraten, privat für das Alter vorzusorgen. Das Bundesfinanzministerium rechnete deshalb in einem Infoschreiben vor, dass gerade Geringverdiener bis zu 95 Prozent staatlich gefördert werden können.

Riestern lohnt sich auch für Geringverdiener

Beispiel: Eine 25-jährige allein erziehende Mutter hat im Jahr 2008 einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Gleichzeitig werden im Jahr 2008 ihre Zwillinge geboren. Die junge Mutter bekommt von nun an 154 Euro Grundzulage pro Monat und 600 Euro Kinderzulage für ihre beiden Kinder. Aus eigener Tasche muss sie wegen der Zulagen monatlich nur 5 Euro an Beiträgen einbezahlen, um die vollen Zulagen zu erhalten. Unterstellt man, dass bis zum Jahr 2030 Kindergeld und somit die Kinderzulagen gezahlt werden, steht bereits nach 22 Jahren ein Gesamtguthaben von 27.209,15 Euro zu Buche, von dem die Mutter gerade einmal 1.320 Euro selbst beisteuern musste.

Tipp: Insbesondere für gering verdienende Mütter und Väter, die im Jahr 2008 Elternfreuden entgegensehen, ist der Abschluss eines Riester-Vertrags eine gelungene Variante, spätere Rentenlücken zu schließen. Denn im Jahr 2008 geborene Kinder gibt es erstmals 300 Euro Kinderzulage. Ist der Ehegatte übrigens Arbeitnehmer, schließt einen Riester-Vertrag ab und zahlt seine Mindestbeiträge ein, hat der andere Ehegatte – selbst wenn dieser selbstständig ist – bei Abschluss eines Riester-Vertrags ebenfalls einen Anspruch auf die Riesterzulagen.