Eine Versorgungslücke im Alter kann Frauen drohen, die berufliche Auszeiten während der Kindererziehung genommen und anschließend nur halbtags oder in Minijobs gearbeitet haben. Um finanziell abgesichert zu sein, sollten sie ihre Rentensituation klären und staatliche Förderungen nutzen.
"Frauen sollten ihre Zukunftsvorsorge selbst in die Hand nehmen", sagt Daniela Steinle, Rentenexpertin der R+V Versicherung. Sie gibt fünf Tipps für Frauen, die im Alter über genügend finanziellen Spielraum verfügen wollen.
Rentensituation klären
Klären Sie Ihre Rentensituation frühzeitig. Reichen Sie beim örtlichen Versicherungsträger (www.deutsche-rentenversicherung.de) für die gesetzliche Rente alle notwendigen Dokumente ein. Lassen Sie sich in Sachen Zukunftsvorsorge kompetent beraten – zum Beispiel bei einer Verbraucherberatung oder Ihrer Hausbank.
Vorsorge planen
Schließen Sie einen Rentenvertrag auf Ihren Namen ab. So regeln Sie Ihre Altersversorgung eigenverantwortlich. Bedenken Sie, dass Ihre gesetzliche Rente gering ausfallen wird, wenn Sie als Mini-Jobberin im Familienbetrieb mitarbeiten oder zu Hause Familienarbeit leisten. Und auch wenn Sie verheiratet sind: Bedenken Sie, dass heute jede dritte Ehe geschieden wird und Sie nach einer Trennung andernfalls vielleicht zu kurz kommen.
Förderung nutzen
Frauen sollten zumindest riestern, denn hier spart der Staat mit. 154 Euro Förderung kommen jedes Jahr zum eigenen Sparbetrag von mindestens 60 Euro dazu, für Mütter sogar mehr. Riestern können fast alle Deutschen – es reicht, wenn der Ehemann sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist.
Berufsunfähigkeit absichern
Ganz wichtig gerade für jüngere Frauen ist eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Denn fällt das monatliche Einkommen weg, kann es schnell an die Existenz gehen – und bis zur Rente sind noch viele Jahre zu überbrücken. Je früher Sie eine solche Versicherung abschließen, desto günstiger sind auch die Beiträge.
Besser spät als nie beginnen
Ältere Frauen meinen oft, es sei zu spät zum Sparen. Das ist nicht richtig. Auch für sie gibt es passende Produkte, etwa die Rürup-Rente: Die ist nicht nur für Selbständige interessant, sondern bietet auch Arbeitnehmerinnen kurz vor dem Rentenalter viele steuerliche Vorteile. Für 2011 besteht eine steuerliche Absetzbarkeit der gezahlten Beiträge von 72 Prozent – (höchstens 72 Prozent von 20.000 Euro bei Ledigen und 40.000 Euro bei Ehepaaren). Dadurch haben Rürup-Sparer die Chance auf staatlich geförderte Einkünfte.