Tipp In welcher Form sich Gold als Anlage lohnt

Gold ist nicht gleich Gold: Wer das Edelmetall zur Geldanlage nutzen möchte, sollte als Einsteiger Barren statt Goldtafeln kaufen. Barren mit einem hohen Feingehalt lassen sich am besten weiterverkaufen.

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In welcher Form sich Gold als Anlage lohnt

Die Stiftung Warentest rät: Wer trotz des hohen Preises heute Geld in Gold anlegen möchte, sollte als Einsteiger Barren kaufen und zwar mit einem Feingoldgehalt von 99,9 Prozent. Bei Münzen seien Krügerrand-Anlagemünzen, ebenfalls mit einem hoher Reinheitsgrad, empfehlenswert.

Von Goldtafeln rät die Stiftung Warentest hingegen ab. Anleger sollten nach Ansicht der Experten der Stiftung Warentest Goldprodukte grundsätzlich bei Banken oder Edelmetallhändlern kaufen, wer bei ebay oder Homeshopping-Kanälen kauft, läuft Gefahr, statt Anlagegold Sammlerstücke mit geringerem Goldgehalt zu erwerben.

Gold an jedermann verkaufe beispielsweise die Degussa-Bank und die Reisebank sowie Edelmetallhändler wie etwa Pro Aurum oder Münzdiscount. Sparkassen und Volksbanken handeln auch mit Barren und Münzen, hätten aber keine deutschlandweit einheitlichen Preise.

Kleinstbarren sind unrentabel

Zudem verkaufen nicht alle Banken Goldbarren- und münzen. Nicht dabei seien beispielsweise die Targobank und die Santander Consumer Bank. Die Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank handeln nur mit ihren eigenen Kunden. In jedem Fall lohne sich ein Preisvergleich.

Barren mit einem hohen Feingoldgehalt lassen sich laut der Stiftung Warentest am besten wieder verkaufen. Dabei sei die Anlage in Kleinstbarren wirtschaftlich unsinnig, weil bei ihnen der Unterschied zwischen An- und Verkauf sehr hoch ist. Wer in Münzen investiere, sollte nur standardisierte, international anerkannte Goldanlagemünzen kaufen.

Sammlermünzen oder Goldschmuck seien als Geldanlage nicht geeignet. Sogenannte Goldtafeln, die aus 50 Ein-Gramm-Plättchen bestehen, seien ebenfalls nicht empfehlenswert. Sie seien deutlich teurer als ein 50-Gramm-Barren und die einzelnen Stücke ließen sich schwer wieder verkaufen. Finanztest empfiehlt aber, nicht mehr als 10 Prozent des eigenen Vermögens in das Edelmetall zu investieren.

Mehr Informationen zu dem Thema erhalten Sie auf www.test.de/goldkauf .

dhz