s

sa
CONTRA Tatsächlich war Solarstrom einmal teuer. Inzwischen sehen wir das Produkt einer wegweisenden Energiepolitik: eine beispiellose technische Erfolgsstory. Die Kombination attraktiver finanzieller Anreize mit ehrgeizigen Degressionsvorgaben hat die Kosten rasant gesenkt, die Produktion angekurbelt und Skaleneffekte ermöglicht. 2012 wird Solarstrom vom eigenen Hausdach so teuer sein wie konventionelle Verbraucher-Stromtarife. Solarstrom aus Großanlagen wird 2013/2014 nicht mehr teurer sein als Windstrom vom Meer, in zehn Jahren sogar günstiger als Strom aus neuen fossilen Kraftwerken. Die Einspeisevergütung sinkt jährlich um bis zu 24 Prozent. Hinzu kommt ein harter Wettbewerb.
Die Solarförderung schafft sich so in einigen Jahren von selbst ab. Eine weitere Beschleunigung und weitere Einschnitte sind nicht tragbar und würden viele Firmen in die Insolvenz treiben. Der weitere Ausbau der Solarstromerzeugung fällt kostenmäßig nicht mehr ins Gewicht. Jedes ab 2012 in Deutschland zusätzlich gebaute Gigawatt Solarstrom-Leistung erhöht die im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelte Kosten-Umlage auf den Strompreis aller Verbraucher nur noch um 0,03 Cent/kWh.
Photovoltaik liefert also saubere Energie zu immer günstigeren Preisen, sie schützt vor höheren Preisen fossiler Energien und vor Importabhängigkeit. Wertschöpfung - auch durch Handwerksbetriebe - bleibt im Land, auch wenn Komponenten im Ausland gefertigt werden. Am Ende zahlt sich die Förderung in jedem Falle aus.