Der Anteil an Jugendlichen ohne Schulabschluss sinkt. Das ist ein Ergebnis des Bildungsmonitors des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. ZDH-Präsident Otto Kentzler fordert jedoch weitere Verbesserungen.
Kentzler fordert weitere Verbesserungen
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft dokumentiert zum achten Mal in ihrem vom IW Köln erstellten Bildungsmonitor die Fortschritte des Bildungssystems in den Bundesländern. Kentzler sagte zu den Ergebnissen: "Die Fortschritte im Bildungssystem sind durchaus spürbar." Weitere Verbesserungen seien aber notwendig, beispielsweise mehr Ganztagsangebote.
Das Handwerk hat laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ein großes Interesse daran, dass Jugendliche die allgemeinbildenden Schulen mit der nötigen Ausbildungsreife verlassen. Dazu gehört, dass sie deutsche Sprache beherrschen und schreiben, sowie rechnen können. Hier gebe es immer noch große Defizite.
Mehr Jugendliche schaffen einen Abschluss
Die Fortschritte im Bildungssystem seien aber durchaus spürbar. Schon die Entwicklung bei der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss mache Mut, sie ging insgesamt von 7,5 Prozent 2008 auf 7 Prozent 2009 herunter. Auch die Zahl der ausländischen Jugendlichen ohne Abschluss ist gesunken, von 15 Prozent im Jahr 2008 auf 13,8 Prozent 2009.
Damit auch sozial benachteiligte Kinder und alle jungen Menschen aus Migrantenfamilien Erfolg haben, muss die frühkindliche Förderung nach Ansicht des ZDH weiter verbessert werden. Außerdem brauche Deutschland noch mehr Ganztagsangebote im Kindergarten und in den Schulen.
Wichtig sei auch eine weitere Verbesserung der Berufsorientierung an den Schulen. Immerhin hätten die Schulen in den vergangenen Jahren die Zahl der Partnerschaften mit handwerklichen Bildungsstätten ausgebaut.
Im Allgemeinen zeichnet der Bildungsmonitor des IW Köln ein positive Entwicklung des Bildungssystems: Laut dem Bericht konnten starke Verbesserungen in den Bereichen Förderinfrastruktur und Betreuungsbedingungen erreicht werden sowie bei der Integration von bildungsfernen Jugendlichen und Migranten.
Zudem konnte das Fachkräfteangebot und die Schulqualität in den vergangenen Jahren verbessert werden. Damit konnten Fachkräfteengpässe gemildert und Wertschöpfungsbeiträge erzeugt werden. Dabei zeigt sich laut dem Bildungsmonitor, dass die Wachstumsimpulse gerade auf Fortschritten bei der Bildungsgerechtigkeit beruhen:
Die Voraussetzungen für eine bessere individuelle Förderung wurden verbessert, die Bildungsarmut konnte reduziert werden und über das berufliche Bildungssystem konnten zusätzliche Zugänge zur akademischen Bildung geschaffen werden.
dhz